Kanton Bern wird Schloss Aarwangen nicht los

Eine Jury hat beschlossen, das Verkaufsverfahren für das Schloss im Oberaargau auszusetzen.

Das Schloss Aarwangen bereitet dem Kanton weiter Sorgen.

Das Schloss Aarwangen bereitet dem Kanton weiter Sorgen.

(Bild: Beat Mathys (Archiv))

Der Kanton Bern hat noch immer keinen Käufer gefunden für das Schloss Aarwangen. Eine eigens für die Bewertung von Angeboten eingesetzte Jury ist zum Schluss gekommen, dass das Verkaufsverfahren abgebrochen werden muss.

Wie die bernische Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) am Freitag mitteilte, erfüllte kein Angebot die vorher festgesetzten Eignungskriterien. Es gibt allerdings einen Interessenten fürs Schloss: Der Förderverein Schloss Aarwangen. Er ist nicht nur an der Nutzung, sondern auch an einem späteren Kauf interessiert, wie es in der Mitteilung heisst. Nur konnte der Förderverein bisher noch nicht alle vom Kanton gesetzten Vorgaben erfüllen.

Gemeinsam mit dem Kanton sucht nun der Förderverein nach einer regional gut verankerten und zukunftsfähigen Lösung für das Schloss Aarwangen. Im Interesse des historischen Baus setzen beide Partner eine Projektgruppe ein, welche als Zwischennutzung eine Vermietung des Schlosses prüft.

Das Schloss Aarwangen geht laut dem Verein Region Oberaargau auf einen Flussübergang zurück, der um 1300 mit einer Burg gesichert wurde. Diese Burg wurde in der Epoche der Landvogteien umgewandelt. Ein 30 Meter hoher Bergfried ist das markanteste Element des Schlosses. Bis Ende 2011 diente das Schloss als Sitz des Bezirks- und Richteramts. Seit sechs Jahren steht das Gebäude leer.

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