In die Todeskugel wagen sich «Dick & Doof» besser nicht

Das Schweizer Clown-Duo Gaston & Roli gastiert mit dem Zirkus Nock in Bern.

Die Clowns Gaston (links) und Roli geben im Zirkus Nock das legendäre Komikerduo «Dick & Doof».

Die Clowns Gaston (links) und Roli geben im Zirkus Nock das legendäre Komikerduo «Dick & Doof».

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60 Jahre und (zum Glück) kein bisschen weise, möchte man sagen, wenn man erfährt, dass der Schweizer Clown Gaston kürzlich den 60. Geburtstag gefeiert hat. Seit seinem ersten Auftritt im Zirkus Nock – hinter Knie die Nummer zwei in der Schweiz – ist es darum eine ganze Weile her: Man schrieb das Jahr 1968, und Gaston war 17 Jahre jung. Gaston Häni, so sein bürgerlicher Name, stand als «dummer August» in den Manegen vieler Schweizer Zirkusbetriebe, nahm aus den Händen des inzwischen verstorbenen Fürsten Rainier von Monaco am Zirkusfestival 1976 eine Auszeichnung entgegen, machte Bühnenshows, trat im Fernsehen auf und hatte sogar eine Rolle in einem «Tatort»-Krimi.

Seit 13 Jahren ist der 35-jährige Clown Roli (Roland Noirjean) sein Manegenpartner. Dieser spielt die schwergewichtige Rolle des «Dick», der – wie man aus den Filmen der US-amerikanischen Vorbilder Stan Laurel und Oliver Hardy weiss – keineswegs weniger doof ist als «Doof».

Franziska Nock hat BabypauseIm Zirkus – der letztes Jahr auf der Allmend das 150-Jahr-Jubiläum feierte – wirken die Eltern (6. Generation) Franz und Verena Nock-Hochstrasser im Hintergrund. Das operative Geschäft leiten die Töchter Franziska, Alexandra und Verena (7. Generation). Wobei Franziska vor knapp vier Monaten Mutter geworden ist (Leandro, 8. Generation), weshalb sie sich bei der Pferdedressur dann und wann vertreten lässt.

Mit einer artistischen Schweizer Premiere wartet Nock in dieser Saison auf: Sie ist fünf Meter hoch, 2200 Kilogramm schwer und heisst Todeskugel. Die Gruppe Lessev aus Bulgarien, bestehend aus vier jungen Männern, zeigt auf Motorrädern Stunts auf engstem Raum, was den Schwierigkeitsgrad massiv erhöht.

Umkleiden in Windeseile

Zauberhaftes verspricht die Nummer «Quick Change», vorgeführt vom rumänisch-italienischen Paar Danut-Ilie Lumei und Siona Gottani: Wenn sie für die Zuschauer einen Augenblick nicht zu sehen sind, wechseln sie auf rätselhafte Weise ihre Garderobe aus. Diese seltene Nummer wurde in Bern vermutlich seit einem ähnlichen Auftritt eines russischen Artistenpaars in den 1990er-Jahren im Zirkus Knie nicht mehr gezeigt. (Der Bund)

Erstellt: 01.06.2011, 07:53 Uhr

Vorstellungen

Zirkus Nock, Allmend, Bern, heute 15 und 20 Uhr, Gastspiel bis Mi, 8. 6., 15 Uhr; Zirkuskasse 079 371'72'28, Ticketcorner, Internet: www.nock.ch

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