Fabrikool-Demo blockierte Tramverkehr am Bahnhof

In Bern protestierten am Freitagabend rund 300 Personen gegen die Schliessung von Farbrikool.

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Gegen 300 Personen haben sich am Freitagabend in der Länggasse besammelt. Mit einer Solidaritäts-Demonstration für das Fabrikool-Kollektiv protestierten sie «gegen eine Vertreibungspolitik» und «für gemeinschaftlich organisierte Freiräume». Es waren vorab junge Personen, die sich um 18 Uhr eingefunden hatten. Unter ihnen auch Vermummte, wie ein Augenschein zeigte. Die Polizei war mit einem moderaten Aufgebot vor Ort. Die Stimmung war friedlich; es ertönte laute Musik. In der Nähe des Uni-Hauptgebäudes stand die Polizei mit einem Wasserwerfer bereit.

Die Demonstration zog von der Länggasse durch die Innenstadt bis auf die Schützenmatte bei der Reitschule. Dort löste sich die Demonstration kurz nach 19 Uhr auf. Laut Beobachtern verlief sie friedlich.

Der öffentliche Verkehr im Stadtzentrum war jedoch beeinträchtigt. Als der Demonstrationszug den Bahnhofplatz überquerte, waren die Tramlinien komplett blockiert.

Räumung am Dienstag

Das Fabrikool-Kollektiv hatte die alte Schreinerei auf dem von Roll-Areal in der hinteren Länggasse zwei Jahre lang genutzt - zeitweise legal. Am vergangenen Dienstag war die Räumung erfolgt. Das Gelände wurde mit einem vier Meter hohen Zaun gesichert. Bereits am Dienstag war der Aufruf zur «Fabrikool-Solidemo» vom Freitagabend erfolgt. Man werde sich «durch die Zerstörung solcher Treffpunkte nicht vereinzeln und spalten lassen», heisst es auf dem Aufruf zur Demonstration.

Mit Fabrikool solidarisierten sich unter anderem die Betreiber der Reitschule und die Alternative Linke. Diese kritisierte die «Räumung auf Vorrat». Sie will sich im Kantonsparlament dafür einsetzen, dass eine Räumung frühestens dann durchgeführt werden kann, wenn eine rechtskräftige Abbruch- oder Baubewilligung vorliegt.

DerBund.ch/Newsnet

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