Der Skilift Gurnigelbad ist fürs Erste gerettet

Der Skiclub Rüti übernimmt die Aktienmehrheit der Skilift Gurnigelbad AG und führt den Betrieb weiter.

Fürs Erste gerettet: Der Skilift Gurnigelbad. (adi)

Fürs Erste gerettet: Der Skilift Gurnigelbad. (adi)

Christian Brönnimann@ch_broennimann

Karl Krebs kann aufatmen. Das Lebenswerk des 84-Jährigen bleibt erhalten. Nach langem Suchen ist eine Lösung für den 700 Meter langen Schlepplift im Gurnigelbad gefunden, dessen Betrieb Krebs nach 30 Jahren Ende der letzten Saison hatte aufgeben müssen (siehe «Bund vom 3. März 2010). An einer ausserordentlichen Hauptversammlung hat der Skiclub Rüti letzten Freitag beschlossen, den Skilift zu übernehmen. Ansonsten hätte der Lift demontiert werden müssen, ein Investor war nicht gefunden worden. Seine Aktien überlässt Krebs dem Skiclub zu einem niedrigen Preis, wie er sagt. «Beide Seiten kommen einander entgegen.» In erster Linie sei er erleichtert, dass es weitergehe. «Das ist eine grosse Genugtuung.»

Auf den Skiclub Rüti warte nun die grösste Herausforderung seiner Geschichte, sagt Präsident Reto Mani. Die bisherigen Arbeitskräfte am Lift würden weiterbeschäftigt, und ein Mitglied des Clubs übernehme die Betriebsleitung. Um das Budget zu schonen, sei zudem viel ehrenamtliche Arbeit der Clubmitglieder vorgesehen. Auch Karl Krebs werde weiterhin mit anpacken, so gut es gehe.

Zwei Spender aus der Region

Laut Reinhard Schmidlin, Mitglied des Fördervereins Region Gantrisch und Koordinator der Rettungsbemühungen, haben zwei Spender aus der Region genügend Mittel gesprochen, um zumindest den ersten Winter finanziell abzusichern. Damit der Betrieb selbsttragend ist, braucht es einen Umsatz von 40 000 bis 50 000 Franken, sagt Schmidlin. Ob dieses Ziel erreicht wird, hängt primär von den Wetter- und Schneeverhältnissen ab. Für zusätzliche Investitionen suche man Sponsoren, so Schmidlin.

Der Termin für den Saisonstart ist noch unklar. «Er wird bestimmt vom Schnee», sagt Reto Mani. Auch die Frage, ob die Preise gleich bleiben wie bisher, ist noch offen. In der letzten Saison kostete eine Einzelfahrt Fr. 1.50 und eine Tageskarte 22 Franken. «Klar ist aber auf jeden Fall, dass wir ein Familienlift bleiben», sagt Mani. «Zu wissen, dass die Kinder der Region weiterhin am selben Hang das Skifahren lernen können, ist wunderbar.»

Der Bund

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt