Boden mit radioaktiven Stoffen belastet

Die Zeitschrift «Gesundheitstipp» hat Boden und Aaresedimente beim AKW Mühleberg untersuchen lassen. Die Werte liegen laut BKW weit unter den erlaubten Werten.

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Das AKW Mühleberg verstrahle die Umgebung, hat die Zeitschrift Gesundheitstipp gestern gemeldet. Schnee und Aaresedimente seien in der Nähe des AKW mit den radioaktiven Stoffen Kobalt-60 und Tritium belastet. Die Zeitschrift sammelte in der Umgebung Proben von Schnee und von Ablagerungen am Boden der Aare ein und liess diese untersuchen. Demnach waren Proben der Flusssedimente oberhalb des AKW mit weniger als 0,1 Becquerel pro Kilo Kobalt-60 belastet. Unterhalb des AKW waren es 5,4 Becquerel pro Kilo. Ein Becquerel bedeutet ein radioaktiver Zerfall pro Sekunde. Auch beim Tritium ergab sich gemäss «Gesundheitstipp» ein signifikanter Unterschied: In Zürich wurden pro Kilo Schnee 4,4 Becquerel gemessen. Schnee in der Umgebung des Reaktors wies dagegen 15 Becquerel auf. Der «Gesundheitstipp» vermutet einen Zusammenhang mit Krebsfällen in der Umgebung des Atomkraftwerks: Gemäss Listen, die von Anwohnern erstellt wurden, häuften sich die Fälle von Leukämie, Brustkrebs und anderen Krebsarten («Bund» vom 4. 5. 2009).

Ein Zusammenhang zwischen Atomkraftwerken und Krebsrisiko ist bei Fachleuten umstritten. Eine deutsche Studie kam zwar zum Schluss, dass Kinder unter fünf Jahren, die im Umkreis von fünf Kilometern eines AKW aufwachsen, eher an Krebs erkranken als andere. Es konnte jedoch kein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und der Strahlendosis, die von den Kraftwerken ausging, nachgewiesen werden.

BKW: Tritium kommt aus der Luft

Die Schlussfolgerung, dass die gemessenen Werte durch das KKM verursacht würden, sei nicht gerechtfertigt, hält die BKW fest. Das Tritium zum Beispiel stamme aus der Luft. Die Werte für Kobalt-60 liegen laut BKW fast drei Grössenordnungen unterhalb der gesetzlich fixierten Freigrenzen, «selbst bei dem 200-fachen Wert würde das Sediment noch nicht als radioaktives Material gelten.» Zudem hätten die Messungen auch ergeben, dass die Aare oberhalb von Mühleberg stärker mit Cäsium belastet sei als unterhalb. Die erhöhten Cäsium-Werte seien zu einem wesentlichen Teil die Folgen von Atomwaffentests und des Reaktorunglücks in Tschernobyl.

Im Jahresbericht 2008 des Bundesamts für Gesundheit zu den Strahlendosen heisst es: «An einigen Stellen entlang der Umzäunung der Kernkraftwerke Mühleberg und Leibstadt war zudem die Direktstrahlung nachweisbar. Die daraus resultierenden Dosen für die Bevölkerung in der Umgebung lagen jedoch deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten und sind somit für die Gesundheit nicht relevant.» (Der Bund)

Erstellt: 17.02.2010, 07:30 Uhr

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