Bewährungsprobe für Lunde und FCB

Nach dem guten 3. Rang in der vergangenen Saison sind die Erwartungen beim FC Bern mit dem neuen Trainer Lars Lunde noch gestiegen.

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Das Training ist zu Ende. Lars Lunde sitzt mit seinen Spielern im Neufeld bei einem Bier in der Runde. Noch immer sprudeln seine Worte, wenn er Geschichten erzählt, manchmal verschluckt er ein halbes Wort.

Seine bisherige Karriere als Trainer hat der 46-jährige Däne und Spieler der letzten YB-Meistermannschaft von 1986 vorwiegend im Aargau und im Kanton Solothurn erlebt. Beim FC Buchs war Landwirt Fritz Hächler als langjähriger Präsident sein Chef gewesen, der zuletzt als hemdsärmeliger Sportchef beim FC Aarau über den Kanton hinaus für Gesprächsstoff sorgte. Danach hatte Lunde die B-Junioren des FC Lenzburg betreut, er wurde Spieler-Trainer bei Olympia Schönenwerd, bevor der Inhaber des A-Diploms bei Wangen bei Olten wieder in der Nachwuchsarbeit beschäftigt war.

Nach einer Pause von drei Jahren ist er nun beim FC Bern. «Bern ist meine grosse Liebe», sagt der Vater eines Sohnes, der zweimal verheiratet war, mit einer Dänin und später mit einer serbischen Ärztin. Sein Blick gleitet der hölzernen Neufeld-Tribüne entlang. Fast ehrfürchtig sagt er: «Der FC Bern ist nicht einfach ein Verein, das ist grosse Tradition.»

«Ein gutes Gefühl»

Er weiss, dass er mit seiner Arbeit am Vorgänger Hans-Peter Kilchenmann gemessen wird, der den FC Bern in die 2. Liga Inter geführt hat und vergangene Saison den 3. Rang erreichte. «Ich hoffe, ich kann diese Arbeit weiterführen. Wichtig ist, dass die Spieler Freude haben am Fussball. Es sind alles Amateure, es darf nicht zu ernst werden.» Andererseits könne er mit seiner neuen Mannschaft nur Erfolg haben, wenn die Spieler während der drei Trainings pro Woche konzentriert arbeiteten und jeder im Spiel seine Aufgabe erfülle.

Aber eigentlich hege er gar keine Bedenken. «Ich habe eine kompakte Mannschaft übernommen, die Spieler haben es gut untereinander, das ist ein gutes Gefühl.» Noch immer arbeitet er im Kantonsspital Aarau als Lagerungspfleger; in jenem Spital, in welchem er als 24-Jähriger nach seinem Autounfall im April 1988 tagelang im künstlichen Koma gelegen hatte. «Ich sehe viel Leid», sagt Lunde.

Nichts zu tun mit Transfers

Zurück zum Fussball: Mit Aleksandar Trajkov, der mit Kilchenmann zu Grenchen zog, und Patrick Kilcher, der aus Studiengründen eine Auszeit nimmt, sind zwei wichtige Spieler der vergangenen Saison nicht mehr dabei. Neu zum FC Bern gestossen sind die Mittelfeldspieler Pascal Müller (Worb), Nicola Padun (Herzogenbuchsee), der ehemalige YB-Nachwuchsspieler Shkumbin Kastrati und Stürmer Christian Kunz (Weissenbühl). Die Transfers habe er alle nicht getätigt, das sei Vereinssache, betont Lunde. Für Markus Rohner, Präsident des FC Bern, ist die 1. Liga das Fernziel des Vereins. Das heisst aber nicht, dass von Lunde nun der sofortige Aufstieg gefordert wird. «Das wäre unrealistisch», sagt Rohner. Vorerst gehe es darum, die Leistung der vergangenen Saison zu bestätigen. Und dann gebe es auch im Bereich der Sponsoren noch viel zu tun, um 1.-Liga-tauglich zu werden. (Der Bund)

Erstellt: 13.08.2010, 10:55 Uhr

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