Auch nächstes Jahr wird bargeldlos bezahlt

Am diesjährigen Gurtenfestival gab es viele Änderungen. Die Festivalleitung zeigt sich zufrieden und will die Neuerungen beibehalten.

Die Zeltbühne wird auch nächstes Jahr wieder an ihrem neuen Platz stehen.

Die Zeltbühne wird auch nächstes Jahr wieder an ihrem neuen Platz stehen.

(Bild: Marco Raho)

Marina Stalder@MarinaStalder

Cashless, neue Bühnenanordnung, Bändeltausch: Im Vorfeld des Gurtenfestivals sind viele Änderungen angekündigt worden. Nach den vier Tagen Festival zeigt sich, dass diese grösstenteils geglückt sind. Es sei insgesamt kaum zu Zwischenfällen gekommen und nach den Startschwierigkeiten der Cashcards habe man mit dem System keine Probleme mehr gehabt, so Festivalleiter und Mediensprecher Simon Haldemann. Es habe sich gezeigt, dass das bargeldlose Bezahlen zu weniger Rechnungsfehlern führt, ein Nebeneffekt, der besonders die Barchefs freue. Die Besucher, die nach dem Festival noch Geld auf ihrer Karte haben, erhielten dieses nach acht bis zehn Tagen wieder zurück. Dafür müsse man aber zuerst den Rückforderungsbeleg ausfüllen.

Auch zum neuen Gelände weiss Haldemann nur Positives zu berichten. Das Feedback sei gut, die Leute freuten sich, dass es kein «Gstungg» mehr gäbe, obwohl an allen Festivaltagen jeweils rund 20'000 Personen auf dem Gurten gewesen seien. Dass für die Zeltbühne nun ein längerer Marsch in Kauf genommen werden müsse, wiegelt Haldemann etwas ab. Schon bei der alten Zeltbühne habe es Besucher gegeben, die sich über den langen Weg beschwert hätten. Im nächsten Jahr wolle man am derzeitigen Gelände nur kleinere Optimierungen vornehmen. Diese würden die Festivalbesucher aber nur minim wahrnehmen.

Bändeltausch geglückt

Nur wenige Tage vor Beginn des Festivals ist bekannt gegeben worden, dass dieses Jahr die Möglichkeit besteht, das eigene Ticket beim Verlassen des Geländes an eine andere Person weiterzugeben. Die Idee hat im Verlaufe des Festivals so viel Anklang gefunden, dass der Stand von der Bergstation an die Talstation verlegt worden ist, um mehr Platz für die Tauschenden zu bieten. Wegen des Erfolgs soll das Projekt nächstes Jahr weitergeführt werden, so Haldemann.

Weniger gelungen als die Neuerungen am Festival ist eine Überraschung der Festivalleitung. Die Berner Musiker Lo & Leduc hätten am Donnerstagabend in einem der Partyzelte ein Überraschungskonzert geben sollen. Weil von der Überraschung aber derart viele Besucher im Voraus wussten, kam es zu einer Menschenmasse, welche den Durchgang von der Zeltbühne zur Hauptbühne blockierte. Man habe die Situation jedoch unter Kontrolle gehabt, sagt Haldemann. Der Zugang zum Zelt sei blockiert und deshalb die Strasse zur Zeltbühne geöffnet worden, damit sich die Menschenmasse etwas auflöse. «Geplant haben wird das aber auf jeden Fall anders», so Haldemann.

Was erwartet uns nächstes Jahr am Gurtenfestival? Man sei schon im Gespräch mit verschiedenen Künstlern, offiziell könne man aber noch nichts zum Line-Up sagen. Klar sei einzig, dass nächstes Jahr das Gurtenfestival vom 17. - 20. Juli und damit etwas später stattfinden werde.

Der Bund

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