Auch Habkern lehnt Naturpark ab

Dem Naturpark Thunersee-Hohgant droht das Aus. Die Gemeinde Habkern hat gestern als zweite Gemeinde den Parkvertrag deutlich abgelehnt.

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Das Resultat war mit 229 Nein- zu 93 Ja-Stimmen und 5 Enthaltungen eindeutig. Damit fehlen dem Projekt 140 von 350 Quadratkilometern Fläche, nachdem Sigriswil Ende April Nein gesagt hatte.

Die Frage des Beitritts hatte die Gemeinde gespalten. Die Gegner – darunter viele Landwirte – befürchteten, dass ein Beitritt Einschränkungen zur Folge hätte. Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) erklärte, in diesem Falle könnte der Vertrag nicht in Kraft treten.

Nach dem Nein der beiden grössten Gemeinden ist das Projekt für einen Naturpark Thunersee-Hohgant in der vorliegenden Form gebodigt. Ganz abschreiben mögen die Initianten das Projekt aber nicht. Die zustimmenden Gemeinden würden die Bundesvorgaben für einen Naturpark nämlich auch ohne Habkern und Sigriswil erfüllen.

Dies sei ihm am Dienstagmorgen von Bundesseite her bekräftigt worden, sagte Projektleiter Bruno Käufeler auf Anfrage der SDA. Zwar hätten mit Sigriswil und Habkern ausgerechnet die beiden grössten Gemeinden das Naturparkprojekt abgelehnt, doch weitere 16 Gemeinden im Perimeter sowie drei Gemeinden an den Parkgrenzen, sogenannte «Tor- Gemeinden», hätten zugestimmt.

Es wäre schade, wenn man mit ihnen nicht auch ein Naturparkprojekt verwirklichen könnte, sagte Käufeler. Die vom Bund verlangte Mindestfläche von 100 Quadratkilometern werde erreicht und auch das geforderte Natur- und Landschaftspotenzial sei vorhanden.

Offen ist allerdings, ob nach dem Nein der beiden grössten Parkgemeinden weiterhin alle zustimmenden Gemeinden an Bord bleiben. Dies will die Projektleitung nun abklären. (mra/sda) (Der Bund)

Erstellt: 18.05.2010, 11:11 Uhr

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