5,2 Millionen für das Marzilibad

Es geht vorwärts bei der Sanierung der Berner Freibäder: Am Donnerstagabend hat der Stadtrat das nötige Geld für das Freibad Marzili bewilligt.

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Bald erhält das Marzili einen neuen Anstrich.

(Bild: Franziska Rothenbühler)

Die Gesamtsanierung des Berner Marzilibads rückt näher. Der Stadtrat hat am Donnerstag den Projektierungskredit von 5,2 Millionen Franken einstimmig genehmigt.

Die letzte grosse Sanierung erfolgte vor einem halben Jahrhundert. Dass die historische Anlage nun wieder auf Vordermann gebracht werden muss, blieb im Parlament unbestritten.

Noch ist offen, wie die bestehenden Schwimmbecken am besten ersetzt werden. Zur Erneuerung des Betriebs- und Gastronomiegebäudes gibt es ebenfalls offene Fragen. Klar ist, dass die Garderoben- und Kabinenbauten nicht ersetzt, sondern saniert werden sollen. Die Denkmalpflege hat sie als erhaltenswert eingestuft. Geprüft wird auch, ob der alte Seitenarm der Aare wieder freigelegt werden soll. Der sogenannte «Löifu» war zu Beginn der 1970er-Jahre zugeschüttet worden. Dadurch ging der Insel-Charakter der Badeanlage verloren.

Stapi will kämpfen

Im Stadtrat gingen die Meinungen am Donnerstag auseinander. Skeptisch zeigte sich insbesondere die Fraktion Grünes Bündnis/Junge Alternative. Die "Löifu"-Öffnung sei bloss ein "nice to have", sagte Fraktionssprecherin Katharina Gallizzi. Auch die Freisinnigen wiesen darauf hin, dass dadurch die Liegefläche weiter verkleinert würde. Stadtpräsident Alec von Graffenried erinnerte den Rat daran, dass die Öffnung aufgrund eines Parlamentsauftrags geprüft werde. Seine eigene Haltung sei klar: "Ich werde kämpfen wie ein Löwe für die Öffnung." Der Löifu gehöre zur DNA des Marzilibades.

Der Gemeinderat geht davon aus, dass die Gesamtsanierung bis zu 48 Millionen Franken kosten wird. Die allfällige Öffnung des alten Aarelaufs ist darin nicht inbegriffen. Sie würde weitere 9 bis 14 Millionen Franken kosten.

Volk entscheidet

Über die Sanierung werden dereinst die Stimmberechtigten entscheiden - voraussichtlich im Jahr 2022. Stimmt das Volk zu, könnten die Bagger 2023 auffahren. Die Arbeiten sollen etappenweise ausserhalb der Badesaison vorgenommen werden, sodass nur Teile der Gesamtanlage gesperrt werden müssen.

cse/sda

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