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Vom Coiffeursalon aufs Filmset«Beim Schminken spüre ich, wenn jemand Angst hat»

Seit Jahren arbeitet der Berner Coiffeur Jean Cotter als Maskenbildner beim Film. Dabei bekommt er es mit Augenringen, bockigen Haarsträhnen und Lampenfieber zu tun. Und hie und da mit einer allzu toten Leiche.

Zwischen den Filmdrehs kehrt er jeweils in den Coiffeurberuf zurück: Jean Cotter in der Berner Frizerie.
Zwischen den Filmdrehs kehrt er jeweils in den Coiffeurberuf zurück: Jean Cotter in der Berner Frizerie.
Foto: Franziska Rothenbühler

Damencoiffeur? Nein, als Mann wurde man das damals nicht. Jedenfalls nicht im Wallis. Er habe nur Absagen bekommen, erzählt Jean Cotter. «Auf wundersame Weise waren die ausgeschriebenen Lehrstellen immer schon besetzt, als ich anrief.» Dabei hatte Cotter, geboren 1963 in Siders, als Kind schon die Puppen seiner Schwestern frisiert. Und seine älteren Geschwister, die als Saisonniers arbeiteten, probierten an ihm jeweils die neueste Mode aus.

«Ich war immer sehr modern angezogen», sagt er und setzt sich ans Teetischchen im Salon in der Berner Lorraine, wo er sich derzeit eingemietet hat. Coiffeur ist Cotter nämlich trotzdem geworden. Wobei seine Kundschaft heute nicht mehr nur Damen sind. Sondern auch Herren. Sowie Schauspielerinnen und Schauspieler.

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