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GFL sorgt wiederholt für Ärger bei Rot-Grün

Die Fraktion GFL/EVP weicht vor allem in finanz- und sozialpolitischen Fragen vom Kurs der Bündnispartner ab.

«Das Verhältnis der GFL zu den Gewerkschaften ist angespannt», sagt Fraktionschef Daniel Klauser.
«Das Verhältnis der GFL zu den Gewerkschaften ist angespannt», sagt Fraktionschef Daniel Klauser.
Adrian Moser (Archiv)

Der grösste Coup der fallweise wirksamen Mitte-rechts-Mehrheit im Stadtrat war die Einführung der Betreuungsgutscheine. Mit 42 zu 30 Stimmen nahm der Berner Stadtrat im Februar 2010 eine Motion von GFL/EVP, GLP und BDP/CVP für einen Systemwechsel bei der Finanzierung der familienexternen Kinderbetreuung an. Anstelle von Kinder­tagesstätten sollten bedürftige Eltern ­direkt mit Gutscheinen subventioniert werden, die sie bei einer Kita ihrer Wahl einlösen können. Der Systemwechsel wurde Anfang 2011 vom Volk angenommen und per Anfang 2014 umgesetzt. Dies war für SP und GB umso schmerzhafter, als das Volk das Gutscheinsystem als Gegenvorschlag zu einer SP-Initiative guthiess, die einen Rechtsanspruch der Eltern auf einen Kita-Platz festschreiben wollte.

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