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Diese Legende lebt

Die britische Traditionsmarke Triumph brach im vergangenen Jahr Rekorde. Dass sich daran nichts ändert, garantiert die neue Speed Triple, die nach der Swiss-Moto auf die Strassen rollt.

Fahrende Legende: Das 2008er-Modell der Triumph Speed Triple rollt nach der Swiss-Moto für 17'290 Franken an.
Fahrende Legende: Das 2008er-Modell der Triumph Speed Triple rollt nach der Swiss-Moto für 17'290 Franken an.

«Die Speed Triple ist Triumphs wichtigstes Motorrad – nicht nur bezüglich Verkaufszahlen», betont Marketing-Manager Trevor Barton. «Dieses Bike verkörpert, wofür die Marke Triumph steht. Die Speed Triple ist eine Legende.»

Fixe Marketing-Profis sind schnell zur Stelle, wenn es darum geht, ein Bike zur Legende hochzureden. Doch die Triumph Speed Triple hat dies nicht nötig, denn sie füllt den Begriff mit Inhalt: All jene, die sie nie gefahren sind, haben doch eine Vorstellung davon, worum es bei ihr geht. Um rohe Kraft, gebändigt nur von einem soliden Rahmen, kräftigen Bremsen und einem richtigen Kerl am Lenker.

Vom Insider zum Massen-Bike

Während Jahren war die Speed Triple die Wahl der Kenner und Könner. 2005 folgte der Durchbruch zu massiv grösseren Verkaufszahlen. Mit radikaler Bodybuilder-Optik und mehr Dampf aus dem auf 1050 cm³ gewachsenen Reihen-Dreizylinder bei gleichwohl einfacherer Fahrbarkeit schnellten die Verkaufszahlen in die Höhe. 2007 hat die britische Traditionsmarke in der Schweiz erstmals die 1000er-Marke geknackt und Marken wie KTM oder Ducati überholt.

An diesem Erfolgscocktail ändern die Briten für das Modell 2008 natürlich nur sehr wenig. Zwar gibts neue Bremsen, andere Räder, ein neu gestyltes Heck und einen feinen Magura-Lenker, doch der bewährte Kern bleibt unverändert: Die Doppelscheinwerfer, der doppelt geführte Alurahmen, die Einarmschwinge, die zwei kurzen Ovalschalldämpfer und, mitten drin, der Motor (Triple), dessen Leistungsspitze bereits im vergangenen Jahr von 128 auf 132 PS gewachsen ist. «Wir haben nicht nach zusätzlicher Leistung gesucht», so Trevor Barton. «Denn wir wollten nichts vom bauchigen Drehmoment des Motors opfern.»

Kraft aus dem Drehzahlkeller

Ein weiser Entscheid. Denn die Tatsache, dass dieser britische Druckreaktor nie Sportmotor sein musste, macht sich noch immer positiv bemerkbar: Wo sich die meisten Drehorgeln anderer Hersteller erst schüchtern räuspern – bei 5100 Umdrehungen pro Minute – powert das britische Kraftwerk bereits sein volles Drehmoment von 105 Newtonmetern auf die Kurbelwelle.

Diese Kraft geniesst man auf der Speed Triple fast ohne Nebenwirkungen: Im unteren Drehzahldrittel gibts zwar noch einen spürbaren Lastwechsel (Gas zu, Gas auf), aber danach gehen die Übergänge fein und doch sehr direkt vonstatten, und die spontane Leistungsbereitschaft des Dreizylinders begeistert noch immer.

Die Triumph verlangt Körpereinsatz

Dominierend ist der Motor auch fürs Handling der Maschine. Hier liegt wahrhaftig das Massezentrum des Bikes. Mit einem solchen Motor geht man nicht so spielerisch um, wie zum Beispiel mit der Street Triple. Wo diese durch die Kurven tänzelt, kämpft sich die Speed Triple wie ein Stier durch. Das soll aber nicht heissen, die Speed sei ein sturer Bock. Schliesslich ist das Fahrwerk auf Handlichkeit getrimmt. Doch weil dieser Töff zum schnellen Fahren reizt, wachsen Tempo und Kreiselkräfte. Da geht nichts ohne Körpereinsatz. Das war bisher so, das ist mit der Speed Triple 2008 nicht anders.

Und das ist auch gut so. Denn es gibt keinen Grund, den Charakter dieser Legende zu ändern. Denn sie wird noch lange und erfolgreich weiterleben.

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