Zum Hauptinhalt springen

Auf der neuen Road King zur Harley-Party

Harley-Davidson feierte Ende August seinen 105. Geburtstag. Hunderttausende erwiesen der Kultmarke in Milwaukee die Ehre. Der Tagi war mit der neusten Road King dabei.

Der Name ist bei den meisten Modellen von Harley-Davidson Programm: Die Fat Boy ist fett, und auf der Road King wird jedermann zum «König der Strasse». Es sei denn, Harley feiert gerade seinen 105. Geburtstag – dann geht man selbst mit der neusten 2009er-Maschine im wilden Mix der grellen Custom-Bikes unter.

Doch jetzt ist wieder Alltag, und die Schweiz ist nicht Milwaukee: Denn wenn die US-Kultmarke in unseren Breitengraden feiert, dann softrocken Gotthard und büezert Gölä. In Milwaukee standen beispielsweise Kid Rock, Joan Jett, Billy Bob Thornton, The Black Crowes, die Foo Fighters oder Bruce Springsteen auf der Geburtstagsbühne.

Aber nicht nur in Sachen Rahmenprogramm sind die Unterschiede zwischen den USA und der Schweiz frappant. Auch auf der Strasse: Während die Bikes in den USA in erster Priorität auffallen müssen, in zweiter Priorität auffallen müssen, und erst in dritter Priorität das (Geradeaus-)Fahrverhalten zählt, müssen die schweren Maschinen bei uns ganz anderen Ansprüchen genügen. Denn trotz dem Trend zum Customizing wird die Mehrheit der Harleys in der Schweiz als Fahrzeug eingesetzt, und nicht bloss als Showobjekt.

Alter Look, neue Sicherheit

Für jene Leute haben die Ingenieure in Milwaukee Überstunden geleistet, während sich die Designer mit Resultathalten begnügen konnten. So rollt die neue Road King optisch zwar fast unverändert auf die Strasse, doch der Schein trügt: das Bike steht und fährt vor allem auf einem völlig neu konstruierten Fahrwerk. «Wer die fast 370 Kilogramm schwere Road King auf dem Parkplatz gesehen hat, der staunt, wie leichtfüssig sich der US-Cruiser bewegen lässt», bestätigte Markus Cavelti nach der Probefahrt mit dem 2009er-Modell. «Trotz der komfortablen Abstimmung des neuen Fahrwerks bleibt das Bike neutral und erfordert auch beim Einlenken nicht allzu viel Kraft. Zudem wurde der logische Drang des Schwergewichts zum Aussenrand der Kurve weiter eingedämmt. So fährt sich die neue Road King ein bisschen dynamischer, um einiges sicherer – und absolut stressfrei.»

Dafür sorgt auch das ABS, das beim Jahrgang 2009 bei allen Touring-Modellen serienmässig mit an Bord ist. «Zwar muss man sich zuerst an die Wirkungsweise des ABS gewöhnen», so Cavelti. «Aber sieben Mal regeln pro Sekunde – das schafft nicht mal Tom Lüthi.» Trotz serienmässiger Bremshilfe und neuem Fahrwerk rollt die Road King ab 28'000 Franken auf die Strasse. Das sind knapp 1200 Franken weniger als für das aktuelle Modell mit optionalem ABS bezahlt werden musste.

Power Cruiser kommt im Januar

Mit ganz anderen Vorsätzen tritt Ende Jahr die wichtigste Neuheit des 2009er-Jahrgangs an, die V-Rod Muscle. Auch bei ihr ist der Name Programm: Wie seine Geschwister wird auch diese V-Rod-Variation vom bekannten 1,25-Liter-Revolution-Motor mit 123 PS angetrieben. Ein sehr knapp geschnittener Fender, tief sitzende Lufthutzen an der Airbox, ein deutlich abgesenkter Sitz und vorverlegte Fussrasten grenzen die Neue von ihren Schwestermodellen V-Rod und Night Rod Special zumindest optisch ab. ABS ist in Europa auch bei dem Muscle-Bike Serie. Denn in Milwaukee hat man längst gecheckt, dass europäische Strassen andere Anforderungen an die Technik stellen, als die endlosen US-Highways.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch