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Als die Luxusklasse neu definiert wurde

Genau 40 Jahre ist es her, seit Mercedes erstmals die Bezeichnung S-Klasse verwendete. Der W 116 wurde zum Vorbild der Oberklasse – und war das erste Automobil mit ABS.

Heute kennen wir die Bezeichnungen von Mercedes nur noch so, es beginnt mit der A-Klasse, es gibt B- und C-Klasse und auch noch E-, G-, GL-, GLK- und so weiter. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Mercedes diese klare und erfreulich deutliche Nomenklatur eingeführt hat, 1993 war es, da gab es neben der S-Klasse dann neu auch C-, E- und G-Klasse. Die S-Klasse hingegen, die existiert schon seit 1972, als sie im September jenen Jahres auf dem Pariser Salon (die IAA musste in jenem Jahr abgesagt werden) unter dieser damals ganz neuen Bezeichnung ihre Weltpremiere feierte. Das «S» als Kürzel für die oberste Stufe von Fahrzeugen war allerdings noch viel älter, schon in den 20er-Jahren gab es die berühmten Kompressor-Wagen. Und warum gerade «S»? Die genaue Erklärung kennt heute niemand mehr, aber es hat sicher etwas mit «super» zu tun.

Die Baureihe 116 löste die Baureihen W 108/109 ab und umfasste zunächst die Typen 280 S, 280 SE und 350 SE. In den Typen 280 S und 280 SE kommt ein Sechszylindermotor mit zwei oben liegenden Nockenwellen zum Einsatz, der zuvor in der Baureihe W 114 debütiert hatte, dem berühmten Strich-8. Der 350 SE wird von einem 3,5-Liter angetrieben, ein halbes Jahr später folgte der 450 SE mit dem hubraumstärkeren 4,5-Liter-V8-Motor. 1973 erschienen auch die Typen 450 SEL und 350 SEL mit einem um 100 Millimeter verlängerten Radstand. Der Raumgewinn kam einzig der Beinfreiheit im Fond zugute. Die verlängerte Version war ab April 1974 auch als 280 SEL erhältlich.

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