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Cabrios: Ein bisschen Frühling in Paris

Nicht nur das Wetter trübte den Auftakt des Autosalons in Paris, auch die meisten Wirtschafts-News sorgten für dunkle Wolken. Wenn die verzogen sind, stehen ein paar neue Cabrios am Start.

Lexus IS 250 C.
Lexus IS 250 C.
Markus Cavelti

Eigentlich könnte die Autoindustrie so langsam wieder aufatmen und optimistischer in die Zukunft schauen. Denn zahlreiche serienreife oder zumindest seriennahe Ökomodelle beweisen, dass die Hersteller ihre Hausaufgaben endlich gemacht haben und mit dem Öl nicht auch die Mobilität zu Ende geht.

Denn auf der Suche nach umweltfreundlichen Motoren und Alternativen zum endlichen Rohöl schreitet die Elektrifizierung des Antriebs immer weiter voran: Auf keiner Messe hat man jemals mehr Hybridfahrzeuge und alltagstaugliche Elektroautos gesehen als beim Pariser Automobilsalon, der noch bis zum 19. Oktober geöffnet ist.

«Technisch besser denn je»

Aber auch bei den konventionellen Neuheiten beweisen die Autohersteller eine gewisse Bodenhaftung: Nicht Luxuslimousinen und Spitzensportler, sondern Cityflitzer und Kompaktwagen geben an der Seine den Ton an. Zukunftssichere Konzepte und greifbare Neuheiten für die breite Masse sind so zahlreich wie nie zuvor. Doch aus dem grossen Friedensfest in der Stadt der Liebe ist trotzdem nichts geworden: Denn pünktlich zum Messeauftakt verhagelten die negativen Schlagzeilen der anhaltenden Bankenkrise den Autobossen ihre Absatzprognosen. «Auch wenn wir technisch besser dastehen als je zuvor: Es ist illusorisch, dass diese Krise spurlos an unserer Industrie vorbeiziehen wird», heisst es unisono in den Führungsetagen.

Ferrari California mit 460 PS

Doch egal, wie dick die Wolken und wie düster die Aussichten derzeit sind: Der nächste Frühling und der nächste Sommer kommen bestimmt – und mit ihnen auch ein paar feine neue Cabrios.

Im Blickpunkt des Interesses steht der Ferrari California, der nach zwei Vorpremieren im italienischen Maranello und in Los Angeles als Serienauto gezeigt wird. Beim Design und der Philosophie des offenen Zweisitzers, der über ein Hardtop-Faltdach aus Aluminium verfügt, liessen sich die Macher vom legendären, im Jahr 1957 erstmals vorgestellten Klassiker Ferrari 250 GT Spyder inspirieren, der damals ebenfalls den Beinamen «California» trug. Das führt allerdings dazu, dass vor allem die Front des Ferrari auch als Maserati durchgehen würde.

Der California, dessen Chassis ganz aus Alu besteht, ist 4,56 Meter lang, 1,9 Meter breit und 1,3 Meter hoch und besitzt einen Radstand von 2,67 Metern. Das Kofferraumvolumen beträgt bei geschlossenem Dach 340 Liter. Ist das Dach im Fahrzeug verstaut, bietet der Kofferraum noch knapp 240 Liter Kapazität. Das Dach des 1630 Kilogramm schweren Ferraris schliesst sich in 14 Sekunden vollautomatisch. Deutlich schneller dürfte der Spurt von 0 auf Tempo 100 gelingen, denn angetrieben wird der California von einem neuen V8-Motor mit 460 PS.

Lexus schneidet den IS auf

Mit 208 PS ist der Lexus IS 250 C zwar nicht einmal halb so stark wie der Ferrari, aber dafür kostet er auch deutlich weniger – und kann erst noch vier Personen transportieren. Obwohl das Cabrio auf Basis der IS-Limousine konstruiert wurde, stellt er eine Neuentwicklung dar: Bei der Karosserie wurden nur gerade Motorhaube, Türgriffe, Scheinwerfer und Spiegel übernommen, heisst es bei Lexus. Auch der offene Japaner verfügt über ein dreiteiliges Blechdach und rollt im Sommer 2009 an den Start.

Schon im Frühling parat ist der neue Peugeot 308 CC. Wie der Vorgänger verfügt auch der Neuling über ein zweiteiliges Stahldach, das auf Knopfdruck im vergleichsweise schlank gestalteten Heck verschwindet. Ein 2-Liter-Dieselaggregat mit 140 PS und Partikelfilter oder ein 1,6-Liter-Benziner mit Turbolader und Benzin-Direkteinspritzung mit 150 PS versorgt das Cabrio mit der nötigen Kraft – die Preise sind noch nicht bekannt.

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