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Frisch gefaltet

Bei der Marke Lexus denkt man zuallererst an Hybridantriebe. Aber vor allem ein konventioneller Benziner überzeugt in der neuen Generation des RX.

Japan, Präfektur Aichi, kurz nach dem Mittagessen. Sie haben schon die Bleistifte gespitzt, die Papierkübel geleert und die Kaffeemaschine entkalkt. Kurz: alles vermieden, um wieder aufs leere Blatt starren zu müssen. Denn noch immer hapert es mit der Inspiration. Bis einer einen Stapel bunter, quadratischer Papiere aus einer Schreibtischschublade hervorzieht. Einen Kranich faltet, einen Frosch; dann einen Fisch. Und plötzlich sehen die Lexus-Designer in den Dreiecken, Spitzen und Auswölbungen alles, was sie brauchen. Für einen neuen RX.

Wahrscheinlich war es ganz anders. Aber sie ist Blech gewordene Origamikunst, die vierte Generation des XL-SUV von Lexus. So viel Knick und Kante war noch nie, bei keiner Marke, obwohl die letzten Lexus-Modelle schon in diese Richtung wiesen. Mit Erfolg, schaut man sich die europäischen Verkaufszahlen an. Bislang legte Lexus 2015 um 23 Prozent zu und peilt einen neuen Absatzrekord von 60'000 Stück bis Jahresende an. In fünf Jahren soll sich die Marke auf dem Alten Kontinent gar sechsstellig verkaufen, kündigt Lexus-Sprecher Fabio Capano an, weshalb die aktuelle Strategie auch sinnvoll erscheint: Palette ausbauen, mehr Antriebe anbieten und vor allem: auffallen. Nicht jeder wird den tief heruntergezogenen RX-Frontgrill a la Riesenlaubbläser goutieren, aber jeder schaut hin. Wurde auch Zeit für Toyotas Nobelmarke, die noch bis vor zehn Jahren ein Design der Aufmerksamkeitsvermeidung pflegte.

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