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Adam hin oder her: Opel kommt nicht zur Ruhe

Opel-Fans durchleben harte Zeiten: Nur einen Tag nach der Präsentation des neuen Hoffnungsträgers Adam gab der Opel-Chef auf.

Neuer Hoffnungsträger: Opel bringt im Januar den Adam als trendigen Stadtflitzer an den Start. Fotos: Opel
Neuer Hoffnungsträger: Opel bringt im Januar den Adam als trendigen Stadtflitzer an den Start. Fotos: Opel

Die Freude über den schmucken Adam, der ab Januar 2013 gegen die kultigen Mini und Fiat 500 antreten soll, dauerte nur 24 Stunden: Dann teilte die General-Motors-Tochter offiziell mit, dass Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke nach 15 Monaten zurückgetreten sei. Oder «zurückgetreten» wurde? Egal. Die Meldung zog PR-technisch verheerenden Folgen nach sich: Statt sich am wirklich trendigen Adam zu erfreuen, schürt der Abgang von Stracke beim schwer angeschlagenen deutschen Autobauer wieder neue Ängste.

Optische Charme-Offensive

Das ist Pech, denn mit der stark gewölbten Motorhaube, den grossen Scheinwerfern und dem weit nach unten gerückten Kühler hat das Auto einen charmantes Gesicht, auf den Flanken sorgen gegenläufige Sicken für Schwung, und das Heck ist kurz und knackig. Ein Clou sind die C-Säulen, die wie bei den DS-Modellen von Citroën durchbrochen und so besonders leicht wirken.

Innen setzt Opel die Charme-Offensive fort. Kunden, die noch Namen wie Kadett oder Ascona kennen, werden sich zwar die Zunge brechen. Aber wenn die Lifestyle-Jugend den Adam bestellt, dann ordert sie ihn als bunten «Jam», als eleganten «Glam» oder als sportlichen «Slam» mit ebenso vielfältigen wie vornehmen Dekorelementen bis hin zum LED-Sternenhimmel am Dach. So farbenfroh treibt es kein anderer Kleinwagen, versprechen die Rüsselsheimer. Und so modern auch nicht. Denn Opel ist stolz darauf, dass die Ausstattungsliste zahlreiche Premieren für die Klasse der Kleinwagen bietet.

Vorerst maximal 100 PS

So kann man den Adam auf Wunsch auch mit beheiztem Lenkrad oder Einpark-automatik bestellen, und natürlich gibts ein Infotainment-System, das über das Smartphone auch ins Internet kann.

Mit knapp 3,7 Meter Länge fährt der Adam in einer Liga mit dem VW Up, dem Fiat 500 oder dem Mini. Kein Wunder also, dass Opel gar nicht erst den Versuch macht, ihn als vollwertiges Familienauto zu positionieren und sich deshalb auf vier Sitze beschränkt. Beschränkung ist auch unter der Haube angesagt: Zum Start stehen vorerst drei konventionelle Benziner mit maximal 100 PS parat. (lie/tg)

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