Mit Premieren unterwegs

Mazda trumpft am Genfer Auto-Salon gleich mit fünf Neuheiten auf. Den CX-5 und den Mazda 6 sind wir bereits gefahren.

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Es ist sozusagen ein Heimspiel. Und was für eines. Mazda Schweiz, schon lange in Genf domiziliert, präsentiert ab kommendem Donnerstag, 5. März, in Halle 5 gleich 5 Neuheiten. Zum einen den CX- 3, den ersten Mini-SUV der Marke. Zum zweiten den Mazda 2 als geschärften und damit wohl auch schärferen Konkurrenten von VW Polo und Co. im Klein(st)-wagen-Segment. Und drittens – das zur grossen (Vor-)Freude der volumenmässig zwar kleinsten, aber innigsten Fangemeinde – den MX-5 Roadster in seiner vierten Generation. Dazu kommen das frisch geliftete Flaggschiff Mazda 6 als Fliessheck-Limousine und als Kombi sowie der modifizierte Crossover CX-5, der sich seit seiner Lancierung vor drei Jahren weltweit über 800'000-mal verkauft hat. Auch hierzulande ist er intern klar die Nummer 1.

Die Top Ten als Ziel

«Wann, wenn nicht jetzt und mit diesem Auftritt in den Palexpo-Hallen, können wir unsere Ansprüche besser manifestieren? » – das ist die Frage, die Damian Donnellan auf dem Flug von Zürich nach Barcelona stellt, wo Mazda noch vor Salon- Beginn zur Fahrpräsentation von CX-5 und Mazda 6 geladen hat. Es ist, natürlich, eine rhetorische Frage, denn der gebürtige Brite, seit 14 Monaten Generaldirektor von Mazda Schweiz, weiss genau, wie er «die für uns einzigartige und wohl auch einmalige Ausgangslage nutzen will». Donellan hat das Ziel, das Verkaufsvolumen allein in diesem Jahr von 7500 auf 9500 Einheiten zu steigern. Und hofft so, Ende 2015 ganz nahe an den Top Ten in der Schweizer Marken- Hitparade zu sein.

Man kann das für eine kleine, aber nach wie vor eigenständige Marke wie Mazda verwegen nennen. Doch für Donnellans Optimismus spricht neben dem Umstand, dass Mazda mit der radikal erneuerten Palette – fünf neue Modelle in nur sieben Monaten von März (Mazda 2, CX-5 und Mazda 6) bis Juni (CX-3) und September (MX-5) – so gut aufgestellt ist wie kaum je zuvor, auch die Tatsache, auf welch gutem Fundament dieser Expansionskurs steht. Nach dem letztjährigen Topergebnis blieb Mazda in den ersten drei Quartalen des am 31. März 2015 zu Ende gehenden Geschäftsjahres weiter auf Rekordkurs. In den neun Monaten von April bis Dezember 2014 haben die Japaner einen Betriebsgewinn von 1,09 Milliarden Euro erzielt, was einem Plus von 22 Prozent entspricht. Von den Neuen, die in Genf auf dem Mazda-Stand im Rampenlicht stehen werden, erhofft sich Schweiz-Chef Donnellan von jenen zwei, welche diese Woche in Spanien bereits über die Strassen rollten, am meisten: vom CX-5, dem kompakten SUV, sowie vom Flaggschiff Mazda 6, das gleichzeitig als Limousine und Kombi im Handel kommt.

«Mindestens 3000 CX-5»

War der CX-5 schon bisher ein Bestseller, so dürfte er jetzt mit seiner neuen Topmotorisierung, dem 2,5-Liter-Benziner (192 PS) in Verbindung mit Sechsstufen- Automatik und Allradantrieb ein noch attraktiveres Angebot sein. Dennoch hat Donnellan ein kleines Problem: «Wir bekamen schon für den Vorgänger im vergangenen Jahr weniger Autos ausgeliefert, als wir hätten verkaufen können. » Um so mehr hofft er nun auf mindestens 3000 Einheiten, was einer Steigerung um 700 Autos gleichkäme. Ob es auch beim Flaggschiff in der Schweiz zu Lieferengpässen kommen wird? Durchaus denkbar, denn erstmals gibt es den Mazda 6 in Kombination mit den beiden Dieselaggregaten (145 und 165 PS) mit Allradantrieb, und zwar für die Fliessheck- wie für die Kombi-Variante. «Darauf», so Donnellan, «haben wir lange vergeblich gehofft». Ein weiterer Pluspunkt: Erstmals gibt es ein Modell von Mazda mit Head-up-Display.

Mazda6 ab 31'800 Franken

Die weiteren Optimierungen beim Relaunch betreffen CX-5 und Mazda 6 gleichermassen. Bei beiden hat Mazda mit sicht- und hörbarem Erfolg an der Verarbeitung sowie der Geräusch- und Vibrationsdämmung gearbeitet. Innen hat vor allem der Einbau einer elektronischen Parkbremse dazu beigetragen, dass die Mittelkonsole neu und vor allem übersichtlicher gestaltet werden konnte. Dank dem Einsatz von Aluminium verströmt das Flaggschiff jetzt sogar einen Hauch von Premium. Was durchaus auch den Komfort, weniger hingegen die von der entsprechenden Konkurrenz hoch gehaltene Sportlichkeit anbetrifft. Dafür sind die Preise moderat: Den CX-5 gibt es in der Basis-Version mit Vorderrad-Antrieb ab 27'900 Franken, den Mazda 6 ab 31'800 Franken. Allerdings steigt der Preis beim Flaggschiff je nach Motorisierung, Antrieb und Ausstattung bis auf 48'700 Franken an.

Peter Hegetschweiler fuhr die neuen Modelle am 24./25. Februar auf Einladung von Mazda Schweiz in Spanien.

Erstellt: 11.11.2015, 15:37 Uhr

Mazda 6

Modell: Limousine oder Kombi mit 5 Plätzen.
Masse: Länge 4870 mm, Breite 1840 mm, Höhe 1450 mm, Radstand 2830 mm.
Kofferraum: 480 Liter (Kombi 522 Liter).
Motoren: Zwei Benziner mit 165 und 192 PS, zwei Diesel mit 145 und 165 PS.
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,8 bis 9,5 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit von 208 bis 223 km/h.
Verbrauch: 5,5 bis 6,3 Liter auf 100 Kilometer (offizielle Werksangaben).
CO2: 129 bis 148 Gramm/Kilometer.
Markteinführung: März 2015.
Preise: Ab 31'800 Franken.
Info: www.mazda.ch

Mazda CX-5

Modell: 5-türiger Kompakt-SUV mit 5 Plätzen.
Masse: Länge 4555 mm, Breite 1840 mm, Höhe 1710 mm, Radstand 2700 mm.
Kofferraum: 503 Liter.
Motoren: Drei Benziner mit 160, 165 und 192 PS, zwei Diesel mit 150 und 175 PS.
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 8,0 bis 9,4 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit von 194 bis 207 km/h.
Verbrauch: 4,6 bis 7,2 Liter auf 100 Kilometer (offizielle Werksangabe).
CO2: 119 bis 165 Gramm/Kilometer.
Markteinführung: März 2015.
Preise: Ab 27'900 Franken.
Info: www.mazda.ch

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