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CoronakriseAustrian Airlines braucht 767 Millionen Euro

Um die Coronakrise zu bewältigen, beantragt die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Austrian Airlines (AUA) Staatshilfen.

Steht nicht erst seit der Coronakrise unter Druck: Austrian Airlines. (Archivbild)
Steht nicht erst seit der Coronakrise unter Druck: Austrian Airlines. (Archivbild)
Keystone/APA/Austrian Airlines
AUA hat nun in Österreich Staatshilfen von über 767 Millionen Euro beantragt.
AUA hat nun in Österreich Staatshilfen von über 767 Millionen Euro beantragt.
Keystone/APA/Helmut Fohringer
AUA kündigte einen Sparkurs an, der nebst einem Stellenabbau auch die Reduktion der Flotte vorsieht.
AUA kündigte einen Sparkurs an, der nebst einem Stellenabbau auch die Reduktion der Flotte vorsieht.
Keystone/APA/Robert Jäger
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Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Austrian Airlines (AUA) beantragt zur Bewältigung der Coronakrise in Österreich Staatshilfen über 767 Millionen Euro .

Ein entsprechender Antrag sei am Abend bei der Österreichischen Kontrollbank und der staatlichen Corona-Finanzierungsagentur Cofag eingebracht worden, sagte ein AUA-Sprecher am Dienstagabend zu Reuters. Ein Grossteil der Summe bestehe aus rückzahlbaren Krediten, der andere Teil seien Zuschüsse, die noch zu verhandeln seien, erklärte der Sprecher.

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte zuvor Bedingungen an eine Staatshilfe geknüpft. Demnach sollen möglichst viele Arbeitsplätze in Österreich erhalten und der Standort gestärkt werden. Eine staatliche Beteiligung sei nicht das Ziel, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck.

Harter Preiskampf in Wien

Die österreichische Flugline hatte den Flugbetrieb Mitte März eingestellt und für ihre rund 7000 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Das Unternehmen war bereits vor der Coronakrise unter Druck geraten, da in Wien aufgrund zahlreicher Billigfluglinien wie der Ryanair-Tochter Laudamotion oder der ungarischen Wizz Air ein harter Preiskampf herrscht. Die AUA kündigte einen Sparkurs an, der neben dem Abbau von Stellen eine Reduktion der Flotte vorsieht.

Auch die Konzernmutter Lufthansa verhandelt in Deutschland über Staatshilfen. Die Gespräche mit der deutschen Regierung über ein milliardenschweres Rettungsspaket dauern an, dabei ist vor allem der künftige Einfluss des Staates strittig. Offen ist ferner, ob und in welchem Umfang die Swiss Staatshilfe erhalten wird.

(SDA)