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Die Welt jubelt über den ersten schwarzen US-Präsidenten

Auf allen Kontinenten ist die Wahl Barack Obamas zum ersten schwarzen Präsidenten der USA gefeiert worden.

Menschen versammelten sich in der Nacht zum Mittwoch vor Fernsehern oder hörten am Radio die neuesten Entwicklungen von der Wahl in Amerika. Was die Entscheidung in den USA für viele Menschen bedeutet, macht Jason Ge, ein Student der Peking-Universität deutlich: «Es zeigt, dass Amerika wirklich eine vielfältige, multikulturelle Gesellschaft ist, wo die Farbe deiner Haut nicht wirklich wichtig ist.»

Auch Akihiko Mukohama, der Leadsänger einer Band, die im japanischen Ort Obama auftrat, erwartet sehr viel vom neuen US-Präsidenten. Er sei überzeugt, dass diese Wahl die Welt verändern werde, sagte der 34-Jährige, der ein «I Love Obama»-T-Shirt trug. In Australien meint Phil Keeling, es gebe nun eine Chance, das Image der USA dramatisch zu verändern. Von Kopf bis Fuss in einem rot-weiss-blauen Outfit und mit Buttons von Obama und seinem republikanischen Gegenkandidaten John McCain geschmückt, verfolgte Keeling in einem Festsaal in Sydney die Wahl in Amerika.

«Die Welt kann sich ändern»

Auf einer Party in Rio de Janeiro, wo Brasilianer und Amerikaner die Wahlergebnisse gemeinsam verfolgten, sagte der 33-jährige Musikproduzent Zanna, Obama zu wählen sei eine grossartige Gelegenheit für die Amerikaner, der Welt zu zeigen, dass sie sich ändern könnten. Noch deutlicher wurde Umang Khosla, Marketingmanager aus dem indischen Mumbai. Ein Sieg Obama werde von vielen begrüsst - nach einem Präsidenten George W. Bush, der «in aller Welt gehasst war», wie Khosla sagt.

Auch in der islamischen Welt gefällt die Wahl Obamas. Hier werden die Hoffnungen vor allem darauf gesetzt, der neue Präsident werde eher Kompromisse suchen als Konfrontation. Nisar Al-Kortas, Kolumnist der kuwaitischen Al-Anbaa Zeitung, sieht in der Entscheidung für den demokratischen Kandidaten «einen historischen Schritt um das Image der arroganten amerikanischen Regierung zu verändern».

«Obama zu jung»

Weniger erfreute Reaktionen gibt es dagegen in Israel. Hier sagte die Bank-Angestellte Leah Nisri, sie halte Obama für zu jung. Vor allem in weltweiten Rezession wäre McCain nach ihrer Ansicht der bessere Präsident gewesen.

Etwas verhalten fallen auch die Erwartungen im Irak aus. So befürchtet Munir Dschamal aus Bagdad, dass Obamas Wahl nicht viel für den Irak oder Palästina ändern könnte. Die Versprechen von vor der Wahl könnten auch blosse Versprechen bleiben, sagt er.

Zuversicht und Hoffnung

Trotz mancher Zweifel - für viele Menschen in aller Welt sind vor allem Obamas internationale Wurzeln Anlass zur Zuversicht. Die Mutter eine weisse Amerikanerin, der Vater ein schwarzer Kenianer und die Jahre, die Barack Obama als Kind in Indonesien verbrachte nähren diese Hoffnungen.

AP/sam

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