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Buffett? Powell? Obama rekrutiert sein Führungsteam

Der Milliardär Warren Buffett dürfte Barack Obama als Wirtschaftsberater zur Verfügung stehen. Wer sonst noch als Berater oder Minister gehandelt wird – eine Liste mit klingenden Namen.

Bis zum 20. Januar, dem Tag seines Amtsantritts, bleibt Barack Obama noch Zeit um Führungsteam und Kabinett zu formen. Dann beginnt das grosse Stühlerücken im Weissen Haus und in den Ministerien und Behörden.

Bis zu 3000 Führungskräfte und Spitzenbeamte der Regierung von George W. Bush könnten ausgetauscht werden – wie in solchen Fällen üblich. Das Karussell mit Namen möglicher Kabinettsmitglieder dreht sich jetzt schon. Eine Übersicht über Wahrscheinlichkeiten, Wünsche und Spekulationen:

Stabschef:

David Axelrod, der Chefstratege des Obama-Wahlkampfs, nimmt künftig vermutlich eine Schlüsselstellung im Weissen Haus ein. Der 52-Jährige wird möglicherweise Stabschef des neuen Präsidenten, vielleicht aber auch Chefberater im Zentrum der Macht. Laut «Washington Post» hat Obama dem Kongressabgeordneten Rahm Emanuel den Job eines Stabschefs im Weissen Haus angeboten. Emanuel diente schon Ex-Präsident Bill Clinton als enger Berater.

Sicherheitsberater:

Als Obamas Sicherheitsberaterin nennen US-Medien seine aussenpolitische Chefberaterin im Wahlkampf, Susan Rice.

Aussenminister:

Für das Amt des Aussenministers werden klangvolle Namen wie der ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry gehandelt. Aber auch der Gouverneur des Bundesstaats New Mexico, Bill Richardson, der noch im Januar gegen Obama um die Präsidentschaftskandidatur konkurriert hatte, ist laut US-Medien als möglicher Chefdiplomat im Gespräch. Richardson war zur Regierungszeit Clintons US-Botschafter bei der Uno sowie Sonderbeauftragter der Regierung in zahlreichen Regionen der Welt. Allerdings könnte auch Susan Rice ins «State Department» einziehen.

Finanzminister und Wirtschaftsminister:

Zwei besonders wichtige Kabinettsposten sind angesichts der Finanzkrise und der drohenden Rezession die Posten des Finanz- und des Wirtschaftsministers. Bereits im Wahlkampf spielten Ex-Finanzminister Robert Rubin und Ex-Wirtschaftsminister Lawrence Summers, die beide unter Clinton gedient hatten, eine wichtige Rolle. Im Gespräch für diese Positionen sind aber auch der Chef der New Yorker Zentralbank, Timothy Geithner, sowie Ex-Notenbankchef Paul Volcker. Zu Obamas wichtigsten Beratern zählt ausserdem der 78 Jahre alte Milliardär Warren Buffett - kaum jemand glaubt allerdings, dass es ihn als einen der reichsten Männer der Welt in die Politik ziehen werde.

Verteidigungsminister:

Viele Beobachter in Washington können sich vorstellen, dass Obama den amtierenden Verteidigungsminister Robert Gates im Pentagon belässt - als Geste an die Republikaner, auch über die Parteigrenzen hinweg zusammenarbeiten zu wollen. Als Verteidigungsminister kommen laut US-Medien auch die republikanischen Senatoren Chuck Hagel und Richard Lugar infrage. Ex-Aussenminister und Colin Powell, der Obama im Wahlkampf unterstützt hatte, wird ebenfalls als heisser Kandidat genannt. Hoffnungen macht sich zudem der demokratische Senator Jack Reed.

Umwelt- und Energieminister:

US-Medien spekulieren auch über die Schaffung eines neuen Superministeriums für Umwelt und Energie, für dessen Führung Ex-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore infrage käme. Auch Kaliforniens republikanischer Gouverneur Arnold Schwarzenegger wurde in diesem Zusammenhang schon erwähnt. Schliesslich schliessen manche nicht aus, dass sogar Obamas innerparteiliche Rivalin, Senatorin Hillary Clinton, für die Ressorts Soziales und Gesundheit ins Kabinett berufen werden könnte.

SDA/oku

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