Zum Hauptinhalt springen

Barack Obamas wichtigster Mann steht bereit

Nach seinem Wahlsieg steht Barack Obama vor der Aufgabe, einen neuen Machtapparat aufzubauen. Eine der wichtigsten Entscheidungen dürfte bereits gefallen sein.

Kennt das Weisse Haus aus der Ära Clinton und ist Favorit für das Amt des Stabschefs: Rahm Emanuel.
Kennt das Weisse Haus aus der Ära Clinton und ist Favorit für das Amt des Stabschefs: Rahm Emanuel.
Keystone

Obama wollte die nächsten Tage in seinem Haus in Chicago zubringen und über die nächsten Personalentscheidungen nachdenken. Sein Wahlkampfteam hat ihm vermutlich schon eine Liste möglicher Kandidaten für wichtige Positionen vorgelegt. Doch bislang hat Obama stets betont, er werde sich nicht auf derlei Fragen konzentrieren, bevor er die Wahl gewonnen habe.

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die der designierte Präsident bald treffen muss, wird die Berufung seines Stabschefs sein. Diesem kommt eine Schlüsselrolle bei der Klärung der anstehenden Personalfragen in den kommenden zweieinhalb Monaten zu, bis Obama den Amtseid ablegt. Gute Karten für dieses wichtige Amt hat der Kongressabgeordnete Rahm Emanuel, wie aus Kreisen der Demokratischen Partei verlautete. Emanuel kommt aus Obamas Heimatstaat Illinois. Er arbeitete bereits bei Präsident Bill Clinton im Weissen Haus. Mittlerweile gehört er zur Führungsriege der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus.

Oberbefehlshaber der Streitkräfte

Auf Obama wartet ausserdem eine intensive Unterrichtung in sicherheitspolitischen Fragen, die ihn auf seine künftige Aufgabe als Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte vorbereiten soll.

Obama wollte nach Angaben seiner Mitarbeiter am Tag nach seinem Wahlsieg öffentlich nicht gross in Erscheinung treten. Eine für den (heutigen) Mittwoch geplante Pressekonferenz werde wahrscheinlich erst gegen Ende der Woche stattfinden, hiess es.

Zeit für Trauer um Grossmutter

Auch wichtige private Termine warten auf den künftigen Präsidenten. So wurde erwartet, dass Obama sich trotz aller Termine etwas Zeit nimmt, seine Oma zu betrauern. Madelyn Payne Dunham war am Sonntag im Alter von 86 Jahren auf Hawaii gestorben. Obama war zeitweise bei seiner Grossmutter aufgewachsen und hatte sie als einen der einflussreichsten Menschen in seinem Leben bezeichnet. Es gilt als möglich, dass Obama nach Hawaii fliegt, um an einer privaten Trauerfeier teilzunehmen.

Ausserdem muss der designierte Präsident mit seiner Frau Michelle eine Schule für die beiden Töchter Sasha und Malia in Washington aussuchen. Der scheidende Präsident George W. Bush hat Obama bereits zu einem baldigen Besuch ins Weisse Haus eingeladen und eine reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte zugesagt.

Ein Hündchen für die Töchter

Und dann ist da noch eine Aufgabe: Die siebenjährige Sasha und die zehnjährige Malia bekommen ein Hündchen, wie es ihnen ihr Vater versprochen hat. «Ich liebe euch beide mehr, als ihr euch vorstellen könnt», sagte Obama in einer Rede vor rund 125'000 Anhängern in Chicago. «Und ihr habt euch das neue Hündchen verdient, das mit uns ins neue Weisse Haus einzieht.»

Auch der amtierende Präsident George W. Bush und seine Frau sowie Amtsvorgänger Bill Clinton hielten im Weissen Haus Hunde, berühmt wurde aber auch Clintons Katze «Socks».

AP/sam

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch