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TV-Fans rätseln über «Hologramm» auf CNN

Der amerikanische TV-Sender CNN verblüffte während der Wahlübertragung mit dem Hologramm einer Journalistin.

Der spektakuläre Auftritt der CNN-Reporterin Jessica Yellin passte am Dienstag Morgen wunderbar zu den antreibenden Worten des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama: «Yes, we can». Dank modernster Kameratechnik konnte Moderator Wolf Blitzer im Wahlstudio in New York mit der Projektion von Jessica Yellin aus Chicago sprechen. Blitzer begrüsste sie als «Hologramm». Die Journalistin erschien denn auch mit bläulich leuchtenden Konturen, wie die holografischen Erscheinungen in den Star-Wars-Filmen.

Aber haben die CNN-Techniker tatsächlich ein Hologramm ins Studio projiziert? Was exakt technisch im Studio ablief, lässt sich nur schwer in Erfahrung bringen. Sicher ist allerdings, dass sichkomplexe Hologramme derzeit noch nicht in der Luft darstellen lassen. Japanischen Forschern ist es zwar vor wenigen Jahren gelungen, mit Hilfe von starken Lasern Luftmoleküle räumlich zum Leuchten zu bringen und so einfache Strukturen holografisch darzustellen. Dazu brauche es aber, so Forscher des Instituts für technische Optik der Universität Stuttgart, viel Energie. Eine andere, neue Methode ist der Heliodisplay, der Bilder, Filme oder Animationen in der Luft wie Hologramme erscheinen lässt: Allerdings sind nur Projektionen mit einer Diagonalen von 76 Zentimetern möglich.

Aufwändige Vorbereitung

Für den Studioeffekt hat CNN keine Mühen gescheut. Drei Wochen sollen sich Kameraspezialisten und Ingenieure vorbereitet haben. Sie installierten in einem Zelt 35 Fernsehkameras, die den Körper von Jessica Yellin aus unterschiedlichsten Winkeln abtasteten. Aus der riesigen Menge an Bildern aus Chicago sei dann mit ausgeklügelter Computertechnik, so heisst es, im Studio in New York ein Hologramm entstanden.

Die vielen offenen Fragen motiviert die Blog-Gemeinde, die sich in Fernsehtechnik auskennt, zu spekulieren. Manche zweifeln an den dürftigen, technischen Erklärungen. Sie gehen davon aus, dass die Daten aus Chicago in ein Video der Studio-Übertragung in New York integriert wurden. Das hiesse: Der Moderator hat die Korrespondentin im Wahlstudio nicht gesehen, nur die Fernsehzuschauer. Andere sehen im Hologramm eine völlig nutzlose Technik.

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