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Ganz New York im Freudentaumel

Schwarze und Weisse, Amerikaner und Touristen feiern am legendären Times Square gemeinsam den Sieg Barack Obamas.

Gespanntes Warten auf das Verdikt am Times Square.
Gespanntes Warten auf das Verdikt am Times Square.
Ralf Kaminski
Ein russisches TV-Team macht Faxen.
Ein russisches TV-Team macht Faxen.
Ralf Kaminski
Student Ben (ganz links) ist überglücklich.
Student Ben (ganz links) ist überglücklich.
Ralf Kaminski
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Kurz nach 23 Uhr Lokalzeit (5 Uhr Schweizer Zeit) ist das bange Warten vorbei: Barack Obama hat es geschafft. Der Jubel am legendären Times Square in Manhattan ist grenzenlos. Menschen fallen sich in die Arme, machen Luftsprünge und Freudentänze oder haben zumindest ein breites frohes Lächeln im Gesicht.

Touristen und New Yorker, Schwarze und Weisse, alle gemeinsam feiern sie den ersten schwarzen Präsidenten der USA. Ein kleines Grüppchen afroamerikanischer Studenten aus Queens jubelt besonders heftig, fällt sich immer wieder in die Arme und kann es beinahe nicht glauben. «Ich habe es gehofft, so sehr gehofft», sagt Ben, einer der feiernden Studenten. «Aber bis zum Schluss habe ich befürchtet, dass es am Ende doch nicht reicht.»

Auf dem Dach einer Telefonzelle

Doch es hat gereicht, und für Ben und seine Freunde bricht ein neues Zeitalter an. «Ein schwarzer Mann ist Präsident, ein schwarzer Mann, das ist monumental, das ist so fantastisch!» freut sich Jenny, die wie Ben am St. John’s College in Queens studiert. Kurz darauf klettert sie aufs Dach einer Telefonzelle, um ihre Begeisterung über den ganzen Times Square zu schreien.

Der Freudentaumel ist umso grösser, weil es vorher den ganzen Abend lang zwar gut für Obama ausgesehen hatte, die TV-Sender sich jedoch in vorsichtiger Zurückhaltung übten. Jedes Mal wenn sich in einem weiteren Staat eine Mehrheit für den demokratischen Kandidaten abzeichnete, jubelte die Menge kurz auf, um danach wieder bang zu warten, ob nicht doch noch irgendein unerwartetes Ereignis die grossen Hoffnungen zunichte machen würde.

Und die Russen feiern mit

Touristen aus aller Welt mischten sich mit Amerikanern jeden Alters, fotografierten, telefonierten, genossen es, Teil einer historischen Nacht zu sein. Mitten drin ein russisches Fernsehteam, dessen überaus aktiver Moderator die Menge immer wieder zu Obama-Rufen anspornte. Als die republikanische Hochburg Virgina an die Demokraten geht, scheint die Menge zum ersten Mal daran zu glauben, dass Obama es tatsächlich schaffen wird.

Noch immer feiern Tausende am Times Square, und auch in Brooklyn, Harlem und in der Bronx haben sich die Menschen auf den Strassen versammelt, um gemeinsam bis tief in die Nacht den neuen Hoffnungsträger zu bejubeln: «Yes we can!»

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