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3000 Bodyguards – die grosse Angst um den neuen Präsidenten

Seit gestern ist Barack Obama der wohl am meisten bedrohte Mensch in den USA. Wegen seiner Hautfarbe ist die Gefahr von Attentaten grösser als bei seinen Vorgängern, sagen Sicherheitsexperten.

Im Fadenkreuz: Extremisten trachten dem neuen Präsideten Barack Obama nach dem Leben.
Im Fadenkreuz: Extremisten trachten dem neuen Präsideten Barack Obama nach dem Leben.
Keystone

Barack Obama ist ein Sicherheitsrisiko: Extremisten haben es auf den ersten schwarzen Präsidenten der USA abgesehen. Erinnerungen an den Kennedy-Mord werden wach. «Seine Sicherheit zu garantieren, wird extrem schwierig», so Fred Burton vom US-Thinktank Stratfor. «Es wird ein riesiges Abwehrdispositiv brauchen, um den bösen Jungs zuvorzukommen.»

Mauern aus Plexiglas

Obamas Siegesfeier in Chicago lieferte einen Vorgeschmack auf die immensen Sicherheitsmassnahmen, mit denen der Secret Service – die Sicherheitstruppe des Weissen Hauses – den ersten schwarzen US-Präsidenten beschützen wird: Obama und seine Familie standen auf der Bühne, umgeben von einer fünf Zentimeter dicken Mauer aus Plexiglas. Dutzende Agenten mischten sich unter die Menschenmenge und nahmen auf den Gebäuden rund um den Park Stellung.

Insgesamt sorgen 3000 Bodyguards für die Sicherheit Obamas – darunter auch schwerbewaffnete Leibwächter, die ihn rund um die Uhr begleiten. Auch für Obamas Familie wird sich einiges ändern: Eine hohe Stahlmauer soll verhindern, dass Killer in das Haus in Chicago eindringen. Zudem wurde eine Busstation verlegt, die zu nahe am Haus lag.

Rassisten drohen Obama

Trotz der rigorosen Sicherheitsmassnahmen lebt Obama gefährlich. Zurzeit gibt es zwar keine Hinweise auf Attentate, doch haben weisse Extremisten bereits angekündigt, Obama aus der Welt schaffen zu wollen. Der Ku-Klux-Klan stellte diese Woche ein Video auf seine Homepage, in dem Obama gedroht wird. Im April sagte Carl Dupre, der Anführer des rassistischen Geheimbunds, im Interview mit dem deutschen Magazin «Focus», Obama werde nach seiner Wahl nicht lange Präsident bleiben. Was er damit meinte, ist allen klar. Während der Ku-Klux-Klan noch unverhohlen droht, haben zwei jugendliche Neonazis bereits ein Attentat geplant. Das FBI nahm sie Ende Oktober fest. Und im August gingen der Polizei vier Personen ins Netz, die offenbar ein Attentat auf Obama geplant hatten. Bisher ist der Secret Service rund 500 Attentatsversuchen nachgegangen.

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