«Wir haben nie mehr etwas von ihm gehört»

Bei dem Skelett, das Wanderer im tasmanischen Buschland fanden, handelt es sich um einen Schweizer Auswanderer. Sein Bruder war ob der Nachricht seines Todes nicht sonderlich überrascht.

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Zwei Wanderer fanden vergangene Woche auf der australischen Insel Tasmanien ein menschliches Skelett, daneben einen Rucksack. Darin befanden sich neben Männerkleidern auch Schweizer Franken sowie die Speicherkarte einer Fotokamera. Um die Identität des Verstorbenen zu klären, wandte sich die tasmanische Polizei mithilfe eines Fotos, das sie auf der Speicherkarte fand, an die Öffentlichkeit. Das Bild zeigt einen Freund des Verstorbenen, der sich von der Schweiz aus bei der Polizei in Tasmanien meldete.

Der Verstorbene war im Dezember 2010 zu einer Reise aufgebrochen – ohne jemals wieder ein Lebenszeichen von sich zu geben. So ist sein Bruder auch nicht sonderlich überrascht, als er vom Tod erfuhr: «Wir mussten nach dieser langen Zeit damit rechnen.» Ihn habe nichts mehr in der Schweiz gehalten, nachdem die Eltern im Jahr 2009 gestorben seien. «Er wollte irgendwo ein neues Leben beginnen.»

«Es kann ein Unfall sein, aber auch ein Verbrechen oder Suizid»

Dass seine kurze Reise in Tasmanien endete, ist für den 57-jährigen Bruder kein Zufall. «Er war schon mal dort, es muss ihm besonders gut gefallen haben.» Wie es zum Unglück kommen konnte, darüber kann er nur spekulieren: «Ich muss das offen lassen, ich hatte bisher nur kurz Kontakt mit der Polizei. Zurzeit kann man nichts ausschliessen. Es kann ein Unfall sein, aber auch ein Verbrechen oder Suizid.»

Zurzeit ist die tasmanische Polizei in Kontakt mit den Schweizer Behörden. Offiziell sind die Überreste noch nicht identifiziert. Ob diese in die Schweiz gebracht werden, kann der Bruder noch nicht sagen.

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von «Tages-Anzeiger»

Erstellt: 17.07.2017, 12:02 Uhr

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