«Sozialist» Segal tritt gegen Trump an, Gillibrand gibt auf

Donald Trump hat einen neuen Herausforderer. Dafür lichtet sich das demokratische Bewerberfeld.

Er wirbt für eine radikale Umverteilung des Wohlstandes in den USA: Jerome Segal. Bild: AFP

Er wirbt für eine radikale Umverteilung des Wohlstandes in den USA: Jerome Segal. Bild: AFP

Linkspolitiker Jerome Segal kündigte an, bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 antreten zu wollen. Der 75-jährige Gründer der Partei «Bread and Roses» (Brot und Rosen) bezeichnet sich selbst als «Sozialisten».

Er wirbt für eine radikale Umverteilung des Wohlstandes in den USA, ein garantiertes Recht auf Arbeit, eine Senkung der Arbeitszeit, kostenlose Hochschulen und eine Gehaltsobergrenze.

Beim Auftakt seines Wahlkampfes räumte Segal am Mittwoch ein, dass er praktisch keine Chance gegen Trump und den künftigen demokratischen Kandidaten hat.

Das Problem mit den Spenden

Die demokratische US-Senatorin Kirsten Gillibrand hat derweil das Ende ihrer Präsidentschaftskampagne angekündigt. Es sei wichtig zu erkennen, wie man dem Land am besten dienen könne, erklärte die Senatorin aus dem Bundesstaat New York am Mittwoch (Ortszeit) in einer Videobotschaft. Sie wolle nun dabei helfen, die Demokraten zu vereinen, um Präsident Donald Trump bei der Wahl 2020 zu besiegen.

Gillibrand (52) hatte in Umfragen zuletzt kaum Boden gutgemacht und konnte auch beim wichtigen Barometer der Spendeneinkünfte nicht mit den führenden Bewerbern mithalten.

Die Senatorin hatte die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu einem zentralen Thema ihres Wahlkampfes gemacht und unter anderem das Recht auf Abtreibung verteidigt. In Umfragen kam sie aber selten auf mehr als einen Prozent.

Noch 20 Demokraten im Rennen

Noch immer wollen rund 20 Demokraten gegen den Republikaner Trump in die Wahl ziehen. Derzeit gilt der frühere US-Vizepräsident Joe Biden als Favorit im Rennen um die Kandidatur, gefolgt von den linken Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders.

Bislang haben sechs Demokraten ihre Bewerbung zurückgezogen. Es ist aber zu erwarten, dass sich das Bewerberfeld in Kürze noch deutlich verkleinern wird. Experten rechnen damit, dass mehrere Bewerber, die sich nicht bis für die nächste grosse Fernsehdebatte der Demokraten im September in Texas qualifizieren können, demnächst aufgeben dürften.

Die parteiinternen Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten festlegen, beginnen erst im Februar. Trump will sich bei der Präsidentenwahl im November 2020 eine zweite Amtszeit sichern.

sda/red

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