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Gegen Trump, Putin und «all die anderen Schlawiner»

Es gibt wohl keinen Ort, der weniger für einen G-20-Gipfel geeignet ist als Buenos Aires. Unterwegs mit einer 88-jährigen Rebellin.

«Es gibt nur eins: ab auf die Strasse!»: Nora Cortiñas (Mitte) beim wöchentlichen Protestumzug auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires. Foto: Eitan Abramovich (AFP)

«Es gibt nur eins: ab auf die Strasse!»: Nora Cortiñas (Mitte) beim wöchentlichen Protestumzug auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires. Foto: Eitan Abramovich (AFP)

Gerade eben war Nora Cortiñas noch bestens gelaunt, sie hat aus ihrem Leben erzählt und sehr ansteckend gelächelt. Jetzt wirkt sie beleidigt, fast fassungslos. Dabei hat man ihr doch nur eine naheliegende Frage gestellt: Ob sie mit ihren 88 Jahren nicht allmählich genug hat vom ständigen Demonstrieren? Bevor sie antwortet, schwingt Cortiñas ihren Gehstock wie einen Baseballschläger durch die Luft. Dann sagt sie mit einer Empörung, die offenbar von Herzen kommt: «Was soll ich denn sonst tun? Zu Hause bleiben, stricken und beten? Dann werde ich ja alt.»

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