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Schöne Bescherung

Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro will mit Geschenken eine Niederlage bei den Parlamentswahlen verhindern. Und falls das nicht reicht, droht er mit Gewalt.

Eine Frau in einem Wahlkampfbüro – vor den Porträts Maduros und Chávez.Foto: Marco Bello (Reuters)
Eine Frau in einem Wahlkampfbüro – vor den Porträts Maduros und Chávez.Foto: Marco Bello (Reuters)

Alle zwei bis drei Jahre wieder wird Nicolás Maduro zum Nikolaus. Im November 2013 befahl er, dass Venezuelas Elektrohändler ihre Ware an die Bürger quasi verschenken müssen. Und nun teilt er gar selber aus: Eine Million Tablets will Maduro gratis unter sein Volk bringen, die ersten hat er, vor TV-Kameras, bereits vergeben. In Venezuela ist es Brauch, dass Wahlen vor dem Weihnachtsfest stattfinden. Und dass die Bescherungen verteilt werden, noch ehe die Bäume geschmückt sind. Dieses Jahr verschenkte der Staatschef Stipendien, Schweineschenkel für den Festtagsbraten und Tausende Taxis aus chinesisch-venezolanischer Koproduktion, weiss lackiert und fabrikneu. «Alle werden mit Schlüsseln und Fahrzeugpapieren übergeben. Und umsonst. Ich verschenke sie», verkündete Maduro kurz vor dem Urnengang am Sonntag.

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