Iran lässt sieben Crewmitglieder von britischem Tanker frei

Ein Teil der «Stena-Impero»-Besatzung kann in die Heimat zurückkehren. Über die Zukunft des Tankers entscheidet ein Gericht.

Seit Juli beschlagnahmt: der britische Öltanker «Stena Impero».

Seit Juli beschlagnahmt: der britische Öltanker «Stena Impero».

(Bild: Reuters)

In den Fall des seit Juli im Iran beschlagnahmten britischen Öltankers «Stena Impero» kommt Bewegung. Iran bestätigte am Mittwoch eine Freilassung von 7 der 23 Besatzungsmitglieder aus humanitären Gründen. «Das Schiff habe zwar gegen hiesige Vorschriften verstossen, aber wir haben ja keine Probleme mit dem Kapitän und der Crew», sagte Irans Aussenamtssprecher Abbas Moussavi laut Nachrichtenagentur Isna.

Die sieben aus Indien, Russland und Lettland stammenden freigelassenen Crewmitglieder sind nach iranischen Angaben von dem Kapitän des «Stena Impero»-Tankers ausgewählt worden. «Sie sind frei und können in ihre Heimat zurückkehren», sagte der Sprecher. Zu einer die Freigabe des Tankers selbst sagte Moussavi, dass derzeit ein Gerichtsverfahren in der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas laufe. Das Gericht werde dann über die Zukunft des Tankers entscheiden.

Bestätigung aus Lettland

Das lettische Aussenministerium in Riga bestätigte, dass ein aus Lettland stammende Crewmitglied freigelassen wurde. Nach früheren Angaben der lettische Seebehörde handelt es bei dem 1978 geborenen Mann um den Chefassistent des Schiffskapitäns. Zugleich forderte Lettland den Iran auf, das festgesetze Schiff und den Rest seiner Besatzung freizulassen.

Die «Stena Impero» war im Juli von den iranischen Revolutionsgarden in der Strasse von Hormus festgesetzt worden. Die Meerenge liegt zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. Zuvor war der iranischer Supertanker «Grace 1» wegen des Verdachts illegaler Öllieferungen für Syrien gestoppt worden.

Nach der Freigabe des iranischen Tankers letzten Monat ist laut Beobachtern auch eine Freisetzung des britischen Schiffes denkbar. Teheran warte auf eine sichere Rückkehr ihres in «Adrian Darya-1» umbenannten Supertankers in den Iran, um dann auch das britische Schiff freizugeben.

sda/red

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