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Der mafiöse Anti-Mafia-Held

Pino Maniaci war eine Symbolfigur im Kampf gegen die Cosa Nostra. Dann schaute die Justiz genauer hin.

Fernsehdirektor Pino Maniaci in einem Beitrag von Rai Uno. Foto: PD
Fernsehdirektor Pino Maniaci in einem Beitrag von Rai Uno. Foto: PD

Heldentum hat oft eine schrecklich kurze Halbwertszeit. Bei Pino Maniaci aus Partinico bei Palermo dauerte die Verklärung immerhin einige Jahre. In dieser Zeit nannte man ihn in Italien einen «Helden der Legalität», auch einen «Paladin gegen die Mafia». Als Direktor des kleinen, privaten Fernseh­senders Telejato hatte Maniaci so manche Geschichte publik gemacht, die von den Geschäften der Cosa Nostra und von deren Verstrickungen in den Behörden kündeten, von Fällen unseliger Verschmelzung von Unter- und Oberwelt. Überallhin wurde er eingeladen, damit er von seinem unerschrockenen Kampf gegen die sizilianische Mafia erzähle –vor Schülern, Studenten, angehenden Journalisten. Sein Gesicht stand für Antimafia, der grosse Schnauz machte ihn zur Marke.

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