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Das Rezept für ein Desaster

Nigeria wählt mitten in Wirtschaftskrise und Terror einen neuen Präsidenten. Je knapper das Ergebnis, desto grösser die Gefahr, dass es danach zu einer Welle der Gewalt kommt.

Wahlplakate an einem Markt in Kano, Nigeria. Foto: Reuters
Wahlplakate an einem Markt in Kano, Nigeria. Foto: Reuters

Yola, die schmuddelige Hauptstadt des nigerianischen Bundesstaats Adamawa, hat sich herausgeputzt. Am Strassenrand weht alle paar Meter ein Fähnchen der regierenden Volksdemokratischen Partei (PDP), an jedem Laternenmast hängt ein Poster mit dem unverwechselbaren Hut und dem Antlitz ihres Vorsitzenden: Goodluck Jonathan. Selbst die Trottoirs sind mit Plakaten gepflastert, und alle hundert Meter wacht ein Polizist. Als schliesslich die nicht enden wollende Fahrzeugkolonne des Präsidenten auftaucht, ist das Sicherheitspersonal auf mehrere Hundert Soldaten angeschwollen. «Dieser ganze Aufwand für nur einen Mann», schüttelt ein Passant den Kopf, «während jeden Tag Dutzende von schutzlosen Nigerianern umgebracht werden.»

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