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Am Kap der Hoffnungslosigkeit

In den illegalen Camps Nordfrankreichs leben Flüchtlinge lieber monatelang unter menschenunwürdigen Bedingungen, als Asyl zu beantragen. Ein Blick ins Innere.

Im Flüchtlingslager von Grande-Synthe, dem kleinen Bruder des «Dchungels», lebten Anfang Jahr knapp 2500 Menschen. Darunter auch 200 Kinder.
Im Flüchtlingslager von Grande-Synthe, dem kleinen Bruder des «Dchungels», lebten Anfang Jahr knapp 2500 Menschen. Darunter auch 200 Kinder.
Philippe Huguen, AFP
Wegen der andauernden Regenfälle stehen die Zelte im Schlamm.
Wegen der andauernden Regenfälle stehen die Zelte im Schlamm.
Stephanie Lecocq/ EPA
Ein fünf Meter hoher Zaun, mitfinanziert durch Grossbritannien, soll die Flüchtlinge davon abhalten, zum Hafen von Calais oder in den Eurotunnel zu gelangen.
Ein fünf Meter hoher Zaun, mitfinanziert durch Grossbritannien, soll die Flüchtlinge davon abhalten, zum Hafen von Calais oder in den Eurotunnel zu gelangen.
Yves Herrmann, Reuters
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Die Schuhe verschwinden im Sumpf. Menschliche Exkremente häufen sich in einer Pfütze, daneben steht ein durchnässtes Trekkingzelt. Plastikteller mit Reisresten liegen herum, Regenwürmer, ein ertränktes Stofftier. Eine Zweijährige mit Schnuller steht im Eingang ihres Zeltes und schaut zu.

So sieht aus im illegalen Flüchtlingscamp von Grande-Synthe, einer Kleinstadt im Norden Frankreichs. Seit September leben auf dem 15 Fussballfelder grossen Gelände zwischen Autobahn und Wohnquartieren überwiegend kurdische Flüchtlinge aus dem Nordirak. Ende Dezember zählten Hilfsorganisationen 2500 Menschen, darunter 200 Kinder. Der Standort liegt günstig: Der Eurotunnel und der Hafen von Calais sind nur 40 Kilometer entfernt. Denn die Flüchtlinge haben alle das gleiche Ziel: den Ärmelkanal zu überqueren, um nach Grossbritannien zu gelangen.

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