Russlands Behauptung über das Labor Spiez löst sich in Luft auf

Im Fall Skripal sei ein zweites Nervengift gefunden worden, behauptet Russland – und zwar in Spiez. Dabei handelte es sich jedoch bloss um Kontrollproben.

Im Labor Spiez werden chemische Kampfstoffe untersucht, aber auch, wie im Bild, Ebola-Viren (2014). Foto: Peter Schneider (Keystone)

Im Labor Spiez werden chemische Kampfstoffe untersucht, aber auch, wie im Bild, Ebola-Viren (2014). Foto: Peter Schneider (Keystone)

David Hesse@HesseTA

Das Labor Spiez ist so, wie die Schweiz sich gern als Ganzes sieht: hoch spezialisiert, international angesehen, aber auch neutral, präzis, emotionslos. Eigentlich schade, dass nicht alle Aussenpolitik über diese Stelle laufen kann. Aussenminister Ignazio Cassis nannte das Labor Spiez im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag» explizit, als er zu den westlichen Bombenangriffen auf ­Syrien Stellung bezog und dabei weder Giftgaseinsätze durch die Regierung Assad anerkennen noch militärische Strafaktionen gegen Damaskus gutheissen mochte. Die Schweiz, sagte er, helfe mit Fachleuten wie jenen des Labors Spiez, nicht mit «lauten» Verurteilungen.

Tages-Anzeiger

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt