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«Zufälliger» Anschlag auf den ägyptischen Regierungschef

Pech im Unglück hatte eine Bande Jugendlicher, als sie sich in Kairo nach einer Schlägerei in Sicherheit bringen wollte. Sie geriet unwissentlich zu nahe an den Konvoi des Ministerpräsidenten – es kam zum Schusswechsel.

Wurde «zufällig» beschossen: Der ägyptische Ministerpräsident Hisham Kandil. (Archivbild)
Wurde «zufällig» beschossen: Der ägyptische Ministerpräsident Hisham Kandil. (Archivbild)
Reuters

Ein Fahrzeugkonvoi des ägyptischen Ministerpräsidenten Hisham Kandil ist in Kairo unter Beschuss geraten. Nach Angaben der staatlichen Sicherheitskräfte war der Vorfall am Sonntagabend aber nicht politisch motiviert, sondern «ein Zufall».

Demnach eröffneten die Leibwächter des Regierungschefs auf der Nilbrücke des 6. Oktober das Feuer auf einen Wagen, der in die Sicherheitszone rund um die Fahrzeugkolonne eingedrungen war. Die fünf Insassen des Autos hätten zurückgeschossen und seien anschliessend festgenommen worden, hiess es weiter.

Aus Sicherheitskreisen verlautete, die Männer seien auf dem Rückweg von einer Schlägerei gewesen, hätten nach eigener Darstellung nicht wissentlich auf Kandils Konvoi gezielt und auch keine Ahnung gehabt, dass sich der Regierungschef in einem der Wagen befand.

Der Insasse eines unbeteiligten Fahrzeugs sei bei dem Schusswechsel verletzt worden. Das Büro des Ministerpräsidenten teilte später mit, die Schützen seien «Jugendliche und Unruhestifter» gewesen.

Kandil war vergangenen Juli von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi zum Regierungschef ernannt worden. Zuvor war der parteilose Technokrat in der vom Militärrat bestimmten Übergangsregierung unter Kamal al-Ganzouri Minister für Bewässerung.

SDA/chk

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