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Zehntausende protestieren im Jemen

Demonstranten so weit das Auge reicht: In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa versammelten sich die Anhänger der Huthi-Rebellen nach dem Freitagsgebet. Sie wollen die Regierung zum Rücktritt zwingen.

Demonstrieren gegen die Regierung: Zehntausende auf den Strassen in Sanaa. (29. August 2014)
Demonstrieren gegen die Regierung: Zehntausende auf den Strassen in Sanaa. (29. August 2014)
Keystone

Zehntausende Anhänger und Gegner der jemenitischen Regierung sind am Freitag in der Hauptstadt Sanaa auf die Strasse gegangen. Im Norden versammelten sich zehntausende Anhänger der schiitischen Huthi-Rebellen nach dem Freitagsgebet auf der Strasse zum Flughafen, um die Regierung zum Rücktritt zu zwingen.

Zugleich kamen im Süden der Hauptstadt zehntausende Unterstützer der Regierung zusammen, um für die Einheit des Landes zu demonstrieren. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte in einer Erklärung die Forderung der Huthi-Rebellen nach dem Sturz von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi.

«Wir werden den Druck erhöhen»

«Das Volk will den Sturz der Regierung. Wir werden nicht nachgeben. Wir werden den Druck erhöhen», riefen die Regierungsgegner bei ihren Protesten. Die Anhänger der schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes fordern neben dem Rücktritt der Regierung auch die Rücknahme einer Benzinpreiserhöhung und eine grössere Beteiligung an der Macht.

Seit Wochen campieren tausende bewaffnete Anhänger der Huthis in Sanaa, um ihren Forderungen Gehör zu verschaffen. Dreitägige Verhandlungen zur Beilegung des Streits führten vergangene Woche zu keinem Ergebnis.

UNO-Sicherheitsrat droht mit Sanktionen

Der UNO-Sicherheitsrat in New York rief die Rebellen am Freitag auf, den bewaffneten Kampf gegen die Regierung in der nördlichen Al-Dschawf-Region einzustellen, ihre Kämpfer aus der Stadt Amran abzuziehen und ihre Lager und Strassensperren rund um Sanaa aufzulösen. Der Rat drohte ihnen mit Sanktionen und warnte ausländische Mächte vor einer Intervention.

Die Regierung im Jemen wirft dem Iran vor, die Huthis zu unterstützen. Der Jemen befindet sich seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Februar 2012 in einem bis heute nicht abgeschlossenen politischen Umbruch.

SDA/chk

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