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«Wir müssen in Somalia Erfolg haben»

Vertreter von mehr als 50 Ländern haben zum Abschluss einer internationalen Konferenz zur Sicherheitslage in Somalia dem Land am Horn von Afrika Unterstützung zugesagt.

Die 55 Länder versprachen Hilfe beim Aufbau einer starken Polizei und Armee, bei der Schaffung von Frieden und Stabilität und im Kampf gegen die Piraten, die die internationale Schifffahrt in der Region bedrohen. Konkrete Zusagen machten die Konferenzteilnehmer allerdings kaum.

«Trotz des Risikos (...) werden die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft nicht Abseits stehen und Somalia in seinem Kampf alleine lassen», sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon am Samstag am Ende der Konferenz in Istanbul. Wenn wir die grundlegenden Probleme auf dem Festland nicht bewältigen könnten, dann wären wir auch niemals in der Lage, die Piraterie vor der Küste zu stoppen, sagte Ban weiter.

Zuvor hatte der Uno-Generalsekretär eindringlich die internationale Gemeinschaft zu mehr Unterstützung für Somalia aufgerufen. Wenn die Hilfe für das Land am Horn von Afrika nicht verdoppelt werde, gebe es dort kaum eine Chance auf Frieden, sagte Ban. «Wir müssen in Somalia Erfolg haben.»

Uno unterstützt Übergangsregierung

Die von den Vereinten Nationen unterstützte Übergangsregierung sei die beste Möglichkeit für Somalia, dem Kreislauf aus Krieg und humanitärer Katastrophe zu entkommen, erklärte Ban weiter. Stabilität könne nur durch Unterstützung der Regierung bei ihrem Bemühen um Versöhnung und dem Kampf gegen Extremismus wiederhergestellt werden. «Somalia zu helfen, wieder auf die Beine zu kommen, ist mit Sicherheit eine bedeutende Herausforderung. Aber sie ist nicht unüberwindbar», sagte der Uno-Generalsekretär.

An dem Treffen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und der Türkei nahm auch der somalische Präsident Sheik Sharif Sheik Ahmed teil, nicht aber Vertreter der Opposition. Die Türkei erklärte sich in einer schriftlichen Vereinbarung bereit, bei der Ausbildung somalischer Soldaten zu helfen.

Somalia versinkt seit dem Sturz von Diktator Mohamed Siad Barre 1991 im Chaos versinkt. Rivalisierende islamistische Gruppen liefern sich immer wieder blutige Gefechte, und die Kontrolle der vom Westen unterstützten Regierung reicht kaum über die Hauptstadt Mogadischu hinaus. Die Gewalt hat in den vergangenen Jahren Tausende Menschen das Leben gekostet, Hunderttausende sind geflüchtet. Ausserdem bedrohen somalische Piraten, die das Chaos im Land für ihre Zwecke ausnutzen, seit Jahren die internationale Schifffahrt in den Gewässern vor Ostafrika.

ddp/vin

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