Zum Hauptinhalt springen

Wie ein Aussätziger

Nach seiner Rückkehr aus dem Ebola-Gebiet erlebte ein Korrespondent von Redaktion Tamedia erstmals, was es heisst, sozial geächtet zu werden.

Mitarbeiter des liberianischen Roten Kreuzes schützen sich mit speziellen Anzügen vor der tödlichen Seuche. Nach jedem Einsatz werden die Mitarbeiter mit Desinfektionsmitteln besprüht. Foto: Marcus DiPaola (NurPhoto, Corbis, Dukas)
Mitarbeiter des liberianischen Roten Kreuzes schützen sich mit speziellen Anzügen vor der tödlichen Seuche. Nach jedem Einsatz werden die Mitarbeiter mit Desinfektionsmitteln besprüht. Foto: Marcus DiPaola (NurPhoto, Corbis, Dukas)

Sie mussten einen spitzen schwarzen Hut tragen und eine Rätsche mit sich führen, deren Lärm Passanten schon von Weitem warnen sollte. Obwohl ­Lepra-Kranke kaum ansteckend sind, wurden sie bis ins vergangene Jahrhundert hinein als Aussätzige behandelt: Aus der Gemeinschaft ausgesetzt, hatten sie ein einsames und erbärmliches Leben zu führen. Mittelalterlicher Aberglaube, der längst überwunden ist? Mitnichten. Dieselben Ängste und irratio­nalen Abgrenzungszwänge sind noch heute am Werk, wie Ihr Korrespondent in den vergangenen Wochen am eigenen Leib erfahren musste.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.