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US-Soldat stirbt bei Geiselbefreiung im Irak

Erstmals seit Beginn des Einsatzes gegen den IS im Irak kommt ein amerikanischer Soldat ums Leben. Die Umstände seines Todes sind allerdings unklar.

Gemeisame Mission: Irakische und amerikanische Soldaten haben im Norden des Landes IS-Geiseln befreit. (31. März 2015)
Gemeisame Mission: Irakische und amerikanische Soldaten haben im Norden des Landes IS-Geiseln befreit. (31. März 2015)

US-Spezialeinheiten haben im Norden des Iraks gemeinsam mit irakischen Soldaten und kurdischen Kämpfern rund 70 Geiseln aus der Hand der Terrormiliz Islamischer Staat befreit. Der Einsatz sei nötig geworden, weil die irakischen Gefangenen exekutiert werden sollten, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Ein US-Soldat kam dabei ums Leben – es ist das erste amerikanische Todesopfer bei der von den USA angeführten Militäroffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat.

Der Einsatz fand in der Nacht bei Hawidscha, einer IS-Hochburg nahe der Stadt Kirkuk, auf Bitte der kurdischen Regionalverwaltung statt, wie Pentagon-Sprecher Peter Cook erklärte. Mehr als 20 der Geiseln gehörten demnach den irakischen Sicherheitskräften an. Wer die anderen waren, sagte Cook nicht. Die kurdische Regierung sprach von 69 Befreiten, darunter kein Kurde. Die laut den USA bevorstehende Massenexekution erwähnte sie in einer Erklärung nicht.

Die Todesursache ist noch nicht geklärt

Fünf IS-Kämpfer seien gefangen genommen und einige getötet worden, sagte Cook, ohne eine Zahl zu nennen. Die Nachrichtenagentur AP erfuhr aus dem Verteidigungsministerium, dass es mehr als zehn waren. Die kurdische Regierung erklärte, es seien mehr als 20 gewesen. Unter anderem wurden nach Angaben Cooks auch wertvolle Informationen über den IS sichergestellt.

Wie der US-Soldat ums Leben kam, ist unklar. Cook sagte, er sei während der Mission verwundet worden und später verstorben. Ein Militärvertreter sagte der AP, er sei bei einem Feuergefecht vor Ort angeschossen worden.

Begrenzte Beteiligung der USA?

Es ist nicht bekannt, dass US-Soldaten bisher jemals direkten Feindkontakt mit IS-Kämpfern am Boden hatten. Bei der Mission gegen den IS berät und bildet das US-Militär irakische und kurdische Verbündete aus und führt Luftangriffe auf IS-Stellungen durch.

Ein weiterer Beamter in Pentagon betonte, dass auch diesmal die Beteiligung der USA sehr begrenzt gewesen sei. Sie hätten irakische Soldaten zum Einsatzort geflogen, mit Luftangriffen die Mission vorbereitet, Kurden und Iraker beraten und ihnen Geheimdienstinformationen zur Verfügung gestellt.

(SDA)

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