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US-Militär tötet IS-Chemiewaffenexperten

Er sei innerhalb der Terrormiliz IS für den Bau von Chemiewaffen zuständig gewesen. Nun ist Abu Malik offenbar bei einem Luftangriff ums Leben gekommen.

«Weniger Chemiewaffen dank Maliks Tod»: IS-Flagge vor rauchenden Gebäuden im Irak. (Archivbild)
«Weniger Chemiewaffen dank Maliks Tod»: IS-Flagge vor rauchenden Gebäuden im Irak. (Archivbild)
Reuters

Bei einem Luftangriff der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist nach US-Angaben ein Chemiewaffenexperte getötet worden. Der IS-Extremist Abu Malik sei bereits am vergangenen Samstag in der Nähe der nordirakischen Stadt Mossul umgekommen, teilte das US-Militärkommando Centcom am Freitag mit.

Malik habe für das Chemiewaffenprogramm des früheren irakischen Machthabers Saddam Hussein gearbeitet und sich 2005 nach dessen Sturz dem Terrornetzwerk al-Qaida angeschlossen. Später sei er dann zur IS-Miliz gestossen.

«Weniger Chemiewaffen dank Maliks Tod»

«Seine frühere Ausbildung und Erfahrung haben der Terrorgruppe die Fachkenntnis gegeben, nach Chemiewaffen zu streben», erklärte Centcom. Abu Maliks Tod werde die Fähigkeiten der Jihadisten verringern, «möglicherweise Chemiewaffen zu produzieren und gegen unschuldige Menschen einzusetzen». Ob das US-Militär oder ein Kampfflugzeug eines verbündeten Staates den tödlichen Luftangriff flog, war zunächst nicht bekannt.

Pentagonsprecher John Kirby betonte, der Kampf gegen den IS werde noch lange dauern. «Das wird eine Weile dauern», meinte er vor Journalisten in Washington. Vor allem müsse auch die Ideologie des IS besiegt werden, dies könne aber nicht nur militärisch geschehen. Eine solche Lösung hänge auch von der irakischen Regierung ab.

Kalifat mit Scharia ausgerufen

Die USA hatten am 8. August mit Luftangriffen auf IS-Stellungen im Irak begonnen, am 23. September wurde der Einsatz auf Syrien ausgeweitet. An der «Operation Inherent Resolve» getauften Mission beteiligen sich in Syrien Kampfflugzeuge aus Bahrain, Jordanien, Saudiarabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Irak unterstützen Australien, Belgien, Grossbritannien, Kanada, Dänemark, Frankreich und die Niederlande die Luftangriffe.

Die Jihadisten eroberten im Zuge des Bürgerkrieges in Syrien grosse Gebiete des Landes und fielen auch in den benachbarten Irak ein. In den von ihnen kontrollierten Regionen errichteten sie einen islamischen Gottesstaat, das sogenannte Kalifat. Die IS-Miliz will dort eine kompromisslose Auslegung der religiösen Gesetze der Scharia durchsetzen und begeht Gräueltaten an der Zivilbevölkerung.

SDA/chk

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