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US-Armee rettet zwei saudische Kampfpiloten

Vor der Küste des Jemen fischte ein US-Helikopter zwei saudische F-15-Piloten aus dem Meer. Dafür bedankte sich der saudische König beim US-Präsidenten persönlich.

Saudiarabien bedankt sich für die Unterstützung aus den USA: Saudische Kampfjets. (Archivbild)
Saudiarabien bedankt sich für die Unterstützung aus den USA: Saudische Kampfjets. (Archivbild)
AFP

Die US-Armee hat vor der Küste des Jemen zwei saudiarabische Kampfpiloten aus dem Meer gerettet. Die Besatzung eines Helikopters spürte die beiden Soldaten im Golf von Aden auf und brachte sie in Sicherheit, hiess es am Freitag aus dem US- Verteidigungsministerium.

Demnach hatten sich die Piloten am Donnerstag per Schleudersitz aus ihrem F-15-Jet gerettet. Saudiarabien habe daraufhin das US-Militär um Hilfe gebeten. König Salman dankte US-Präsident Barack Obama am Freitag in einem Telefonat für den Einsatz, wie aus dem Weissen Haus verlautete.

Anhänger der schiitischen Huthi-Rebellen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Nachdem sie den Norden des Landes kontrollieren, wollen sie auch den Süden des Jemen erobern.
Anhänger der schiitischen Huthi-Rebellen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa. Nachdem sie den Norden des Landes kontrollieren, wollen sie auch den Süden des Jemen erobern.
Reuters
Abdel-Malak al-Huthi ist der Anführer der schiitischen Bewegung, die von seinem Bruder Hussein vor zehn Jahren gegründet wurde. Damals starb Hussein bei einem Aufstand.
Abdel-Malak al-Huthi ist der Anführer der schiitischen Bewegung, die von seinem Bruder Hussein vor zehn Jahren gegründet wurde. Damals starb Hussein bei einem Aufstand.
AFP
Die USA beteiligen sich nicht direkt an den Kämpfen gegen die Huthi-Aufständischen. Präsident Barack Obama genehmigte aber logistische und geheimdienstliche Unterstützung für die Luftangriffe der saudischen Militärallianz.
Die USA beteiligen sich nicht direkt an den Kämpfen gegen die Huthi-Aufständischen. Präsident Barack Obama genehmigte aber logistische und geheimdienstliche Unterstützung für die Luftangriffe der saudischen Militärallianz.
Reuters
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Obama habe dem Monarchen in dem Gespräch die Unterstützung der USA für den Kampf der von Saudiarabien angeführte Militärkoalition gegen die schiitische Huthi-Miliz im Jemen zugesagt, sagte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan. Washington und die Golfstaaten hätten ein gemeinsames Interesses daran, die Lage im Jemen zu stabilisieren.

Saudiarabien und mehrere weitere arabische Staaten hatten in der Nacht zum Donnerstag militärisch in den Konflikt im Jemen eingegriffen. Am Freitag weitete die Militärkoalition ihre Angriffe aus. Die USA leisten dabei logistische und geheimdienstliche Hilfe. Auch der britische Premierminister David Cameron betonte am Freitag, sein Land stehe im Kampf gegen die schiitischen Rebellen fest an der Seite Saudiarabiens.

Im Jemen kämpft die schiitische Huthi-Miliz gegen die Führung von Präsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi. Die internationale Militärallianz unterstützt Hadi, die Huthi-Rebellen werden mutmasslich von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh und vom Iran unterstützt. Mit dem Konflikt zwischen Riad und Teheran im Hintergrund droht dem Jemen ein Stellvertreterkonflikt.

SDA/chk

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