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UNO will Präsenz auf den Golanhöhen verstärken

Österreich, Japan, Kanada und Kroatien zogen ihre Truppen aus der Grenzregion zwischen Syrien und Israel ab. Trotzdem hält der UNO-Sicherheitsrat an der UNDOF-Mission fest.

Gefährdung nimmt zu: Österreich zieht seine Blauhelm-Soldaten aus den Golanhöhen ab. (Archivbild)
Gefährdung nimmt zu: Österreich zieht seine Blauhelm-Soldaten aus den Golanhöhen ab. (Archivbild)
Keystone

Trotz des angekündigten Abzugs der österreichischen Truppen von den Golanhöhen will der UNO-Sicherheitsrat an der Mission in diesem Gebiet nicht rütteln. Die Mission soll sogar verstärkt werden. Welches Land dafür Truppen entsendet, ist allerdings weiter unklar.

Vor einer Woche begann Österreich mit dem Abzug seiner Blauhelme von den Golanhöhen. Wien hatte den Schritt mit der zunehmenden Gefährdung der Soldaten durch den Bürgerkrieg in Syrien begründet. Zuvor hatten auch Kanada, Japan und Kroatien ihre Soldaten abgezogen.

UNDOF soll beibehalten werden

Alle 15 Mitglieder des Weltsicherheitsrates hätten übereingestimmt, dass die UNDOF genannte Mission fortgesetzt und verstärkt werden müsse, sagte der britische UNO-Botschafter und derzeitige Vorsitzende des UNO-Sicherheitsrates, Mark Lyall Grant, am Dienstag in New York.

Zuvor hatte der für Friedensmissionen zuständige UNO-Untergeneralsekretär Hervé Ladsous den Sicherheitsrat über die aktuelle Lage der UNDOF-Mission informiert.

Soldaten aus Fidschi erwartet

In Kürze würden rund 170 Soldaten aus dem Pazifikstaat Fidschi auf dem Golan eintreffen, um die bereits im März abgezogenen kroatischen Blauhelmsoldaten zu ersetzen, sagte Grant. Fidschi habe zudem angeboten, noch mehr Truppen zu entsenden.

Auch mit weiteren Ländern sei UNO-Untergeneralsekretär Ladsous im Gespräch über die Entsendung oder Aufstockung von Truppen, berichtete Grant. Er habe sich optimistisch gezeigt, aber keine Details nennen wollen.

In den kommenden Wochen werden die USA und Russland einen Resolutionsentwurf für die Ende Juni turnusmässig anstehende Verlängerung des UNDOF-Mandats um sechs Monate vorlegen, wie Grant sagte. Das neue Mandat werde sich aller Voraussicht nach nicht wesentlich von dem jetzigen unterscheiden.

Seit 1974 auf den Golanhöhen stationiert

Trotzdem könne die Mission auf Basis dieses Mandats verstärkt werden, beispielsweise mit mehr Personal auf Wachposten und einer Aufstockung auf – bereits bewilligte – 1250 Mann.

Die UNDOF-Beobachter sind seit 1974 auf den Golanhöhen zwischen Israel und Syrien stationiert, um den Waffenstillstand zwischen beiden Ländern zu überwachen. Die Blauhelme wurden mehrfach in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen, mehrmals wurden Beobachter entführt.

SDA/chk

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