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Syrische Truppen nehmen letzte IS-Bastion ein

Die IS-Kämpfer sollen sich Richtung Badia-Wüste zurückgezogen haben. Bei einem Luftangriff im Osten des Landes wurden 43 Zivilisten getötet.

Regierungstruppen kontrollieren mittlerweile wieder zwei Drittel des Staatsgebiets: Ein Checkpoint von Assads Streitkräften in al-Khalidiya in der Nähe von Homs. (Archivbild)
Regierungstruppen kontrollieren mittlerweile wieder zwei Drittel des Staatsgebiets: Ein Checkpoint von Assads Streitkräften in al-Khalidiya in der Nähe von Homs. (Archivbild)
Marko Djurica, Reuters

Syrische Truppen haben nach Angaben von Aktivisten den letzten Stützpunkt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Süden des Landes eingenommen. Soldaten der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad hätten Tulul al-Safa eingenommen, nachdem sich die IS-Kämpfer in Richtung der Badia-Wüste zurückgezogen hätten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Tulul al-Safa liegt zwischen den Provinzen Damaskus und Suweida. In den vergangenen Wochen hatten die Regierungstruppen ihre Luftangriffe auf Tulul al-Safa verstärkt. Zudem wurde die Zahl der Soldaten deutlich aufgestockt.

Er vermute, dass der Rückzug der bis zu tausend Jihadisten Folge einer Vereinbarung mit den Regierungstruppen sei, sagte der Chef der in Grossbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Die Beobachtungsstelle bezieht ihre Informationen von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Geiselnahme der IS-Miliz

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, die Regierungstruppen hätten einen «bedeutenden Fortschritt» in Tulul al-Safa erzielt. Die «befreiten Zonen» würden weiter auf der Suche nach Jihadisten durchkämmt. Mittlerweile kontrollieren die von Russland unterstützten Regierungstruppen wieder zwei Drittel des syrischen Staatsgebiets.

Die IS-Miliz hatte Ende Juli nach einer Serie blutiger Anschläge mit mehr als 260 Toten in der südlichen Provinz Suweida rund 30 Drusen entführt, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Mehrere Geiseln wurden später getötet, 23 wurden freigelassen.

43 tote Zivilisten

Bei einem Luftangriff der US-geführten Militärkoalition im Osten Syriens wurden Menschenrechtlern zufolge mindestens 43 Menschen getötet. Unter den Opfern im letzten Rückzugsgebiet des IS seien überwiegend Zivilisten, darunter auch 17 Kinder und 12 Frauen.

Die Bombardements hätten im Morgengrauen stattgefunden und Häuser in dem Dorf Hadschin an der Grenze zum Irak getroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Dort kämpfen kurdische Truppen momentan mit US-Luftunterstützung, um die Jihadisten aus dem Gebiet zu vertreiben.

SDA/ij

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