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Syrische Rebellen nehmen Dörfer auf den Golanhöhen ein

Gemäss Berichten haben syrische Aufständische Dörfer in der demilitarisierten Zone zwischen Syrien und Israel eingenommen. Die Lage in dem Gebiet spitzt sich dramatisch zu.

Seit Tagen unter Beschuss: Eine syrische Granate schlägt im Ort Bariqa ein. (14. November 2012)
Seit Tagen unter Beschuss: Eine syrische Granate schlägt im Ort Bariqa ein. (14. November 2012)
Keystone

Die syrischen Dörfer an der Grenze zu Israel sind nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Ehud Barak fast alle unter der Kontrolle der Rebellen. Bei einer Inspektion der von Israel besetzten Golanhöhen sagte Barak, die syrischen Streitkräfte zeigten immer weniger Schlagkraft. «Fast alle Dörfer, vom Tal dieser Höhen bis ganz nach oben sind in der Hand syrischer Rebellen», sagte Barak.

Zuvor hatten Aktivisten gemeldet, dass Rebellen zwei Dörfer in der demilitarisierten Zone zwischen Syrien und den israelischen Stellungen auf den Golanhöhen eingenommen haben. Die Aufständischen kontrollierten nun , teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit.

Regierungstruppen seien jedoch bemüht, die Dörfer Bir Ajam und Barika zurückzuerobern. «Deswegen beschiessen sie das Gebiet heftig mit Granaten», sagte Aktivist Rami Abdel Rahman der Nachrichtenagentur dpa. Nach Angaben eines anderen Aktivisten rückten die Rebellen im Gebiet weiter vor.

Israel feuert auf syrische Verbände

Der von Israel 1967 eroberte Golan war zuletzt wiederholt von Geschossen aus Syrien getroffen worden. Vor gut einer Woche waren syrische Kampfpanzer vorübergehend in die Pufferzone eingedrungen, um dort syrische Rebellen zu bekämpfen.

Die Lage spitzte sich zwischenzeitlich dramatisch zu. Die israelische Armee auf den Golanhöhen feuerte gezielt auf Kampfverbände in Syrien. Das israelische Militär legte zudem Beschwerde bei der UNO-Beobachtertruppe ein, die die Pufferzone zwischen beiden Ländern kontrolliert.

Für die Einnahme der beiden Dörfer gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. Auch die UNO-Beobachtertruppe äusserte sich zunächst nicht.

Luftangriffe nahe der türkischen Grenze

Auch an der Grenze zur Türkei beruhigte sich die Lage kaum. Den dritten Tag in Folge griff die syrische Luftwaffe Stellungen der Rebellen in Ras al-Ain nahe der Grenze zur Türkei an. Gebäude erzitterten, Rauchsäulen stiegen auf, berichtete ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Tausende Menschen sind bereits in Folge der Kämpfe im von Kurden und Arabern bewohnten Nordosten Syriens in die Türkei geflohen.

Wegen der Kämpfe sind in der Türkei drei Grenzdörfer evakuiert worden. Damit solle verhindert werden, dass die Menschen in Mitleidenschaft gezogen würden, wenn die Gefechte bis in die Türkei übergreifen sollten, berichteten mehrere türkische Medien.

Der türkische Verteidigungsminister Ismet Yilmaz warnte das Assad- Regime vor einer Verletzung des Luftraums. «Auf syrische Flugzeuge oder Helikopter, die unseren Luftraum verletzen, werden wir die nötige Antwort geben», zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Minister.

SDA/kpn

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