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Syrische Luftwaffe bombardiert Irak

Syrien hat irakische Jihadisten an der Grenze zwischen den beiden Ländern angegriffen. Die Regierung in Bagdad zeigt sich erfreut.

Isis-Stellungen in der irakischen Grenzstadt al-Kaim wurden bombardiert: Ein syrisches Kampfflugzeug während eines Manövers. (Archivbild: AFP/20.Dezember 2011)
Isis-Stellungen in der irakischen Grenzstadt al-Kaim wurden bombardiert: Ein syrisches Kampfflugzeug während eines Manövers. (Archivbild: AFP/20.Dezember 2011)
AFP

Iraks Regierungschef Nouri al-Maliki hat laut einem BBC-Bericht syrische Luftschläge gegen extremistische Isis-Milizen auf irakischem Boden bestätigt. Der Sender berichtete am Donnerstag, Maliki habe der BBC gesagt, syrische Kampfjets hätten Isis-Stellungen in der Grenzstadt al-Kaim bombardiert.

Der Irak habe zwar nicht um die Luftschläge gebeten, heisse aber solche Angriffe auf Isis-Kämpfer willkommen, sagte Maliki demnach. Die syrische Regierung hatte am Mittwoch Berichte über syrische Luftschläge im Irak zurückgewiesen. Einheiten der Terrorgruppe Islamischer Staat im Irak und in Syrien (Isis) hatten al-Kaim vor einigen Tagen eingenommen.

Seit Anfang Juni hat Isis weite Teile des Nordirak erobert. Mehr als 1000 Menschen wurden bei den Kämpfen getötet. Isis will die von ihm kontrollierten Gebiete über die Grenze hinweg verbinden und einen fundamental-islamistischen Gottesstaat errichten.

Maliki weist Forderungen zurück

Der britische Aussenminister William Hague traf unterdessen am Donnerstag zu einem nicht angekündigten Besuch in Bagdad ein. In der irakischen Hauptstadt wolle er mit mehreren politischen Führern über einen Ausweg aus der Krise beraten, um einen Zerfall des Landes zu verhindern, teilte sein Ministerium mit.

Trotz der fortdauernden Offensive der Jihadisten weist Maliki Forderungen nach der Bildung einer Einheitsregierung bislang zurück. Staaten wie die USA und Deutschland drängen den irakischen Regierungschef dazu, alle wichtigen religiösen und politischen Gruppen einzubinden.

(SDA)

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