Zum Hauptinhalt springen

Staffelläufer des Heiligen Kriegs

Tschetschenien, Afghanistan, Bosnien, jetzt Syrien: Immer mehr junge Männer reisen von Land zu Land, um für den Aufbau islamistischer Systeme zu streiten. Die Europäer gehören dabei oft zu den Radikalsten.

Streiten für den Aufbau islamistischer Systeme: Mitglieder der islamistischen Al-Nusra-Front posieren an einem Checkpoint in der syrischen Stadt Aleppo.
Streiten für den Aufbau islamistischer Systeme: Mitglieder der islamistischen Al-Nusra-Front posieren an einem Checkpoint in der syrischen Stadt Aleppo.
Molhem Barakat, Reuters

Er selbst ist jetzt zu alt für den Heiligen Krieg, aber sein Lebensweg bleibt beispielhaft: Nasr al-Bahri hat in Bosnien gekämpft, in Afghanistan, Tschetschenien, Somalia – ein Staffelläufer im weltweiten Jihad. Er war Leibwächter von Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden, von dessen Lehre er sich zwar nach aussen hin inzwischen abgewandt hat. In seinem Herzen wird er das, was er getan hat, aber weiter für richtig halten: Der Heilige Krieg ist, so sagen die Orthodoxen und Radikalen unter den Muslimen, die Pflicht eines Gläubigen. Und auch wenn Bin Laden inzwischen tot ist, sind Tausende junge Männer weiterhin bereit, für die «Befreiung» eines islamischen Landes zu sterben – diesmal in Syrien.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.