Zum Hauptinhalt springen

Schnee bringt Flüchtlinge im Libanon in dramatische Lage

In der Bekaa-Ebene, wo rund 400'000 syrische Flüchtlinge leben, fielen 35 Zentimeter Neuschnee – und das Schlimmste soll erst noch kommen.

Grosser Schneefall stellt die syrischen Flüchtlinge im Libanon auf eine harte Probe: Überblick über das Zeltlager beim Dorf  Deir Zannoun. (7. Januar 2015)
Grosser Schneefall stellt die syrischen Flüchtlinge im Libanon auf eine harte Probe: Überblick über das Zeltlager beim Dorf Deir Zannoun. (7. Januar 2015)
AP Photo/Hussein Malla, Keystone
Die meisten Syrer leben in Zelten oder behelfsmässigen Baracken: Ein Junge schaut aus einer Zelttür hinaus. (7. Januar 2015)
Die meisten Syrer leben in Zelten oder behelfsmässigen Baracken: Ein Junge schaut aus einer Zelttür hinaus. (7. Januar 2015)
AP Photo/Hussein Malla, Keystone
Ein bisschen Spass im vielen Weiss: Ein junger Flüchtling wirft Schnee vom Dach eines Zeltes. (7. Januar 2015)
Ein bisschen Spass im vielen Weiss: Ein junger Flüchtling wirft Schnee vom Dach eines Zeltes. (7. Januar 2015)
AP Photo/Hussein Malla, Keystone
1 / 5

Ein Wintersturm mit heftigem Schneefall hat die syrischen Flüchtlinge im Libanon in eine schwierige Lage gebracht. Die Situation der Menschen sei «sehr dramatisch», sagte der Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) in Beirut, Ron Redmond.

Vor allem die Bekaa-Hochebene im Nordosten des Landes sei hart getroffen worden. Laut UNHCR leben in der Region rund 400'000 Flüchtlinge. «Wir befürchten, dass das Schlimmste noch kommt», sagte Redmond der Deutschen Presse-Agentur.

Gutscheine für Öl und Lebensmittel

Der Wintersturm Zina fegt seit Dienstag mit Regen und Schnee über den Libanon. In der Hauptstadt Beirut musste zeitweilig der Flugverkehr ausgesetzt werden, wie die Zeitung «Daily Star» meldete. Schnee blockiere viele Strassen in höher gelegenen Regionen. In der Bekaa-Ebene an der Grenze zu Syrien liegen rund 35 Zentimeter Schnee.

Redmond zufolge hat das UNHCR grosse Probleme, die Flüchtlinge zu erreichen. Allerdings sei ein Grossteil der Menschen seit Oktober mit Winterdecken, Öfen und Gutscheinen für Öl und Lebensmittel versorgt worden.

Im Libanon leben laut Redmond rund 1,1 Millionen Flüchtlinge aus Syrien. Ihre Versorgung dort ist besonders schwierig, da es in dem Land keine offiziellen Flüchtlingslager gibt. Deswegen leben die Menschen über das Land verstreut.

SDA/rar

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch