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Schliesst sich Türkei der Anti-IS-Allianz an?

Bisher zeigte die Türkei den USA die kalte Schulter, wenn es um den Kampf gegen die Islamisten ging. Nun scheint Präsident Erdogan seine Meinung zu ändern.

Obama bekommt möglicherweise bald einen neuen Partner im Kampf gegen den IS: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (links) mit US-Präsident Barack Obama in Newport, Wales. (5. September 2014)
Obama bekommt möglicherweise bald einen neuen Partner im Kampf gegen den IS: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (links) mit US-Präsident Barack Obama in Newport, Wales. (5. September 2014)

Die Türkei erwägt, Nato-Einsätze gegen die Terrormiliz Islamischer Staat stärker zu unterstützen. Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Dienstag in New York der türkischen Nachrichtenagentur DHA zufolge, die Türkei prüfe nun eine Rolle, die «alles einbezieht, militärisch und politisch, beides». Er fügte hinzu: «Natürlich werden wir unseren Teil beitragen.»

Bislang war der Beitrag der Türkei begrenzt, teilweise auch wegen der von den IS-Extremisten 49 festgehaltenen Geiseln, die aber mittlerweile frei sind. Erdogans Aussagen deuten auf eine mögliche Änderung der türkischen Position im Hinblick auf die internationalen Bemühungen im Kampf gegen den IS hin.

Frankreich kündigt neue Angriffe an

Frankreich hat derweil ungeachtet der Drohungen militanter Islamisten weitere Luftangriffe gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak angekündigt. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian sagte am Dienstagabend im Fernsehsender France 2, «natürlich» werde es «in den kommenden Tagen» Angriffe geben. Er fügte hinzu: «Frankreich weiss sich zu verteidigen, und Frankreich gibt nicht nach.» Am Montag hatte die dem IS nahestehende Islamistengruppe Dschund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats) mit der Ermordung eines in ihrer Gewalt befindlichen 55-jährigen Franzosen gedroht, sollte Paris nicht binnen 24 Stunden seine Luftangriffe im Irak einstellen.

«Die Erpressung terroristischer Gruppen ist nicht neu», sagte Le Drian. al-Qaida im islamischen Maghreb (Aqmi) verkünde seit 2006, dass Frankreich «der Feind Nummer eins» sei. Als erstes Land nach den USA hatte Frankreich am vergangenen Freitag im Irak Luftangriffe geflogen. Dabei zerstörten Rafale-Kampfflugzeuge nach Angaben der Armee ein Versorgungslager der Dschihadisten in der Nähe von Mossul im Nordosten des Landes.

AFP/sda/thu

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