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Saudisches Militär marschiert an Grenze zum Jemen auf

Saudiarabien rückt mit schwerem Militärgerät zu den Grenzen zum Jemen vor. Ob dies offensiven oder defensiven Zielen dienen, ist unklar.

Wird er bald von der saudischen Armee im Kampf gegen die Huthi-Miliz unterstützt? Jemenitischer Panzer. (24. März 2015)
Wird er bald von der saudischen Armee im Kampf gegen die Huthi-Miliz unterstützt? Jemenitischer Panzer. (24. März 2015)
Reuters

Saudiarabien zieht US-Regierungskreisen zufolge schweres Militärgerät an der Grenze zum Jemen zusammen. Unklar ist laut den Quellen der Zweck: Der Aufmarsch könnte offensiven, aber auch defensiven Zielen dienen.

Denkbar sei, dass die saudischen Streitkräfte Luftangriffe zur Unterstützung des vor schiitischen Milizen nach Aden geflohenen jemenitischen Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi vorbereiteten, hiess es laut der von der Nachrichtenagentur Reuters zitierten Quellen. Hadi wird von Saudiarabien und anderen sunnitischen Monarchien der Region unterstützt, die Huthi-Miliz vom schiitischen Iran.

Hadi appellierte derweil an den UNO-Sicherheitsrat, einer Militärintervention gegen die Huthi-Miliz zuzustimmen. Ein Eingreifen williger Länder solle durch eine Resolution des Gremiums gebilligt werden, hiess es in einem Schreiben Hadis.

Er habe die Staaten der Arabischen Liga und des Golf-Kooperationsrats gebeten, dem Jemen auch mit militärischen Mitteln zu helfen. Der UNO-Sicherheitsrat hatte Hadi am vergangenen Sonntagabend in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung seine Unterstützung zugesagt.

Die Lage eskalierte, nachdem am Freitag bei Bombenanschlägen in der von den Huthi kontrollierten Hauptstadt Sanaa mehr als 130 Menschen getötet wurden. Über das Wochenende nahmen die Huthi mit Tais eine strategisch wichtige Stadt ein. Nun versucht die Miliz offenbar, auch Aden unter ihre Kontrolle zu bringen.

SDA/chk

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