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Saudiarabien schickt 30'000 Soldaten an Grenze zum Irak

Die saudische Armee marschiert an der Grenze zum Irak auf. Sie will damit offenbar ein Sicherheitsvakuum schliessen, das der Rückzug irakischer Regierungstruppen hinterlassen hat.

Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Die Regierung könnte nun bald den Marschbefehl erteilen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane (Ain al-Arab). (2. Oktober 2014)
Bulent Kilic, AFP
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Könnten bald selber ins Geschehen eingreifen: Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien bei Suruc beobachten Kämpfe zwischen kurdischen Einheiten und Kämpfern des IS westlich von Kobane. (30. September 2014)
Burhan Ozbilici, Keystone
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Führt IS an: Abu Bakr al-Baghdadi.
Reuters
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Saudiarabien hat nach einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders al-Arabiya 30'000 Soldaten an der Grenze zum Irak stationiert. Zuvor seien dort irakische Soldaten abgerückt, berichtete der in Dubai ansässige Sender heute.

Er besitze Aufnahmen von rund 2500 irakischen Soldaten, die sich in einem Wüstengebiet östlich von Kerbela aufhielten. Sie seien von ihren früheren Posten abgezogen und hätten das Grenzgebiet zu Saudiarabien und Syrien unbewacht zurückgelassen, berichtete der Sender. Ein irakischer Offizier sagte in dem Beitrag, sie seien ohne eine Begründung abgezogen worden.

Saudiarabien und der Irak haben eine rund 800 Kilometer lange gemeinsame Grenze. Im Königreich fürchtet man offenbar, das Grenzgebiet sei angesichts der vorrückenden Islamisten von Isis nicht mehr ausreichend geschützt.

Obama spricht mit König Abdullah

Am Mittwoch hatten der saudiarabische König Abdullah und US-Präsident Barack Obama miteinander telefoniert. Das US-Präsidialamt teilte danach mit, Obama und Abdullah hätten über die Notwendigkeit einer Regierung der nationalen Einheit im Irak beraten. Das Land ist gespalten zwischen Schiiten, die die Regierung stellen, und Sunniten, die sich vielfach benachteiligt fühlen.

Saudiarabien versteht sich als Schutzmacht der Sunniten und unterstützt sunnitische Rebellen in Syrien in ihrem Kampf gegen Präsident Bashar al-Assad. Die saudiarabische Führung bestreitet jedoch, auch den sunnitischen Aufständischen im Irak zu helfen.

Dort sind in den vergangenen Wochen sunnitische Isis-Rebellen rasch auf die Hauptstadt Bagdad vorgerückt. Die radikalen Islamisten haben weite Gebiete im Norden und Westen des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht, aber auch in Syrien einige Regionen erobert. Am Sonntag hatten die Extremisten ein Kalifat in den von ihnen kontrollierten Gebieten ausgerufen.

Reuters/rub

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